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Donnerstag, 27. Januar 2011

Zeichnen


Eine meiner völlig verdreckten Federn hab ich euch schon gezeigt - hier kommt der Rest ;)
Dass man damit aber auch durchaus "wirklich ernsthaft" arbeiten kann und das mit richtigen Ergebnissen zeigt die untere Abbildung. Ich habe im Norden ziemlich viel für freiberuflich archäologische Publikationen gezeichnet (im Süden fehlt mir leider - noch- der Kundenkreis); das ist eine davon, ein Band der Greifswalder Mitteilungen. Das ist ganz spannend, zumal wenn man nicht nur Zeichner sondern auch Archäologe ist - erstens weiß man wenigstens, was man da zeichnet - das ist ja nicht immer so eindeutig - und man bekommt alle Stücke einmal in die Hand und kann sie so genau betrachten, wie es während der Ausbildung oder in Museen kaum bis gar nicht möglich ist. Gut, manchmal treiben einen die Funde auch an den Rand des Nervenzusammenbruchs, aber auch das ist im Nachhinein eher lustig:
Ich sollte bspw im Museum im Rönne/Bornholm mehrere Grabinventare der Eisenzeit aufnehmen, die u.a. Keramikkannen und Tassen enthielten - ich hatte ganze zweieinhalb Tage Zeit, dann mußte ich weiter nach Kopenhagen. Als ich ankam, waren alle sehr nett zu mir, führten mich durchs Museum, durch die Arbeitsräume und dabei kamen wir an einem Tisch vorbei, an dem zwei Mitarbeiter saßen und  aus einem Riesenscherbenhaufen Gefäße zusammenpuzzelten. Einer sagte zu mir: "das sind die Tassen aus deinem Zeichenauftrag". Ich dachte: "haha, ein Scherzkeks"... nun, was soll ich sagen - es war kein Scherz. Ich hab´ dann beim Zeichnen rekonstruieren müssen, weil ja auch die Klebstellen nie in der Zeit getrocknet gewesen wären...



Kommentare:

  1. Federzeichnungen...das erinnert mich an meinen Zeichenunterricht, an kratzende Federn, Farbkleckse, den Geruch der Tinte und raues Papier.

    Aber es hat unendlich viel Spaß gemacht, mit den unterschiedlichsten Federspitzen zu arbeiten.

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  2. Respekt, liebe Maren!
    Ich ziehe meinen Hut, denn da ich zeichnerisch auch mal tätig war beruflich, weiß ich das anzuerkennen!
    LG Heike
    von Made-by-May

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  3. Hallo Maren,

    beim Anblick der Federn dachte ich an meine zu Hause, die wohl behütet im Schrank liegen...

    Ja, in der Schule haben wir das noch das Schreiben mit Feder gelernt, und später habe ich mich auch an einigen Zeichnungen versucht. Für den Hausgebrauch habe ich mal einen Kalender gemacht, aber eine Meisterin wie du werde ich nicht. Federzeichnungen finde ich jedoch nach wie vor faszinierend.

    Herzliche Grüße

    Anke

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  4. oh wir haben das auch in der Schule im Kunstleistungskurs gemacht, ich erinnere mich (obwohl es in den 70er und lange her war :)
    aber es war sauschwer...Maren meinen Respekt !!! klasse ! Liebe Grüße von Kathrin

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  5. In der schule mußten wir immer mit diesen Bandzugfedern arbeiten - mit denen komme ich auch nicht klar, ich find die einfachen viel besser

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  6. Du steckst voller Überraschungen :)

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  7. Einfach nur genial, die Federn, deine Zeichnungen, die Fotos, deine Geschichte.
    Ich mag Federzeichnungen, weil sie klar sind, nichts radiert, Schwarz oder Weiß, kein Grau,man muss Schwarz und Weiß nebeneinander setzten für Licht und Schatten und ganz genau hinschauen.
    Das hat dich geprägt....
    Liefs Anett, die sich gefreut hat, über eine gleiche nostalgische Wellenlänge...

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  8. Liebe Maren!

    Was für eine tolle Überraschung! Ich liebe Zeichnungen und habe früher sogar selber gezeichnet, es ist aber schon lange her. Schön, dass du es uns zeigst! Ich hoffe, wir bekommen noch mehr davon zu sehen ;-)

    Allerliebste Grüße,
    Svet

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  9. Oh wie schön ;O)
    aber auch eine heidenarbeit wenn ich das so lese...

    lg tine

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Dankeschön, daß du dir die Zeit nimmst und hier ein paar Worte hinterläßt...