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Dienstag, 2. Juni 2009

Brettchenweben

Es hat ein paar Anfragen gegeben, was das denn für Brettchen wären, die ich bei dawanda anbiete http://de.dawanda.com/product/2647802-Brettchen-zum-Brettchenweben
und auch aus der Heimat von meiner lieben Briefeschreiberin Katrin P. aus B. *g (siehst du, jetzt hab ich dich erwähnt!) kam vor kurzem die Frage nach dieser Handarbeitstechnik... also, auf gehts: ich hab das Wochenende zum Teil hinter dem Webstuhl verbracht und nutze die Gelegenheit, ein paar Bilder zu posten.

Die Geschichte des Brettchenwebens, historische Funde dazu uvm gibt es am besten auf folgender Seite erklärt... (ich spare mir das hier mal, denn die genannte Seite ist einfach top...) www.flinkhand.de

Von dort habe ich auch die meisten meiner Musterbriefe (s.o.) und für alle, die neugierig geworden sind, gibt es auch eine sehr gute Anleitung zum Nachmachen...
Zunächst braucht man die Brettchen und den Musterbrief, dann die Garne in den gewünschten Farben. Die Fäden werden zurechtgeschnitten und die Brettchen bezogen... je nach Muster in zwei verschiedenen Richtungen (S- oder Z-Schärung). Bei diesem Teil entstehen, wie ich leider aus Erfahrung sagen muß, die meisten Fehler, denn eine falsche Richtung oder ein Fehler bei der Farbzuordnung und das Muster entsteht nicht wie gewünscht.
Anschließend werden die Fäden nochmal entwirrt... eine Heidenarbeit, aber dann kann es endlich mit dem eigentlichen Weben losgehen. ich habe vom Schatz eine Eigenkonstruktion von Webrahmen bekommen, der aus ehemaligen Fahrradteilen besteht. Damit kann ich längere Bänder weben, weil ich die Arbeit unterbrechen kann. Beim Weben zwischen Türknauf und Gürtel ist man immer ziemlich aufgeschmissen, wenns mal klingelt, man mal "wohin muß" oder andere Unterbrechungen anstehen... Mein Rahmen ist toll im Gebrauch, aber leider nicht geeignet für historisches Ambiente (Mittelaltermarktmitnahme entfällt also).

Ich webe vom Körper weg... auf der unteren Rolle wickelt sich das fertige Band auf, von der oberen kommt der Faden... Die Brettchen werden je nach Musterrapport - in diesem Falle 4/4 - eine bestimmte Zahl vor und dann wieder zurück gedreht. Nach jeder Drehung kommt wie beim normalen Weben der Schußfaden zum Einsatz. Nach und nach entstehen so Bänder, die sehr stabil sind und für viele Dinge zum Einsatz kommen können. Gürtel, Besätze an Kleidung, Taschenriemen, uvm.

Kommentare:

  1. Hallo liebe Maren,da ich beim Brettchenweben schon einmal dabei war,weiß ich wieviel Arbeit es macht und wie schön dann Deine Endprodukte sind. Einfach toll!!!
    Viele liebe Grüsse von Sabine

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  2. ich habe mich auch immer gefragt was das ist...das Ergebnis sieht toll aus !!! herzlich Kathrin

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  3. Sehr interessant, deine Einblicke ins Brettchenweben! Und das Resultat sieht sehr schön aus!
    Liebe Grüsse
    Doris

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Dankeschön, daß du dir die Zeit nimmst und hier ein paar Worte hinterläßt...