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Samstag, 15. September 2018

Barockes Wandelkonzert

Lang drauf hingefreut, gestern war es soweit.
"Barockes Wandelkonzert durch das Neue Schloß Schleißheim"

(Ein Projekt im Rahmen der 10. Barocktage Schrobenhausen, Künstlerische Leitung Jakob Rattinger >klick< )



Spannendes und, zumindest für mich, neues Konzept - die Musiker sind auf sechs Räume des Schlosses verteilt, "auf den Spuren der bayerischen Barockmusik" bedeutet in diesem Falle, dass jedem Raum ein Ort und Thema zugeteilt wird und der Besucher von Raum zu Raum und damit von Ort zu Ort reist. Für jeweils etwa eine viertel Stunde verweilt und lauscht und dann weiter geführt wird. An einen neuen Ort, neuen Künstler und neuen Komponisten, alles jeweils mit Bezug (zumindest zwischen Ort und Komponist).

So lauschen wir in Nürnberg der Laute von Axel Wolf, der uns Pachelbel spielt. Pietro Torri in München, Muffat in Passau, Platti in Würzburg... 
Das Konzept geht auf, die Besucher nehmen es an und es funktioniert.
Ich denke, Veranstalter und Künstler dürften zufrieden sein und ich hoffe auf eine Wiederholung im nächsten Jahr.

Wunderschöner nichtmusikalischer, dekorativer Beitrag sind die großen, meist pyramidal gesteckten Blumenarrangements von Christl Majuntke-Schmid.
Leider gibt es hiervon keine Bilder... ich habe meine kleine Mitnehmkamera im Umzugschaos noch nicht wieder entdeckt und habe es dummerweise versäumt, meine Begleitung darum zu bitten, Bilder zu machen. Da hatte ich meine Gedanken wohl woanders...

Damit es dennoch etwas blumiges in diesem Post gibt, Bilder von einem der Sträuße, den ich mir heute etwas sentimental im alten Garten geschnitten habe. Als ich noch dort wohnte, habe ich selten wirklich viel für die Vase geschnitten, weil ich es draußen immer schöner fand. Aber da ich nach dieser Woche ohnehin keinen Zugang mehr dorthin habe, habe ich jetzt mal aus dem vollen geschöpft... wunderbarer Goldener Herbst.


Mittwoch, 5. September 2018

Schlehenmarmelade...

...oder mein Beitrag zum Thema "Wie verursache ich mit wenig Aufwand das größtmögliche Chaos in der Küche?"

Das Schöne daran, wenn man im Spätsommer umzieht, ist ja, dass man quasi sofort die Früchte des neuen Gartens ernten kann.
Schon bei der Besichtigung vorm Hauskauf fielen mir die Schlehen auf und auch wenn wir hier noch mächtig zwischen Kisten und Kartons herumstolpern, die Schlehen sind reif, also wollten sie gesammelt werden. Ich warte ungern bis zum ersten Frost, denn meist sind sie dann entweder bereits durch den Verdauungstrakt diverser Amseln gegangen oder schon ein wenig trocken und schrumpelig. Die Tiefkühltruhe tut es auch,  wenngleich es immer wieder Meinungen gibt, dass das nicht so ist... glaubt mir, Frost ist Frost, den Bitterstoffen ist das egal, woher der kommt, es funktioniert. Mindestens 24 Std rein damit und alles ist gut.
Schlehenmarmelade allein ist geschmacklich zwar nett, aber das pelzige Gefühl im Mund ist nicht jedermanns Sache, meine auch nicht, also biederten sich die Williams Christ-Birnen (ebenfalls neu im Garten hier am Spalier) geradezu an, mit den kleinen blauen Dingern vergesellschaftet zu werden.

Die Schlehen werden mit den gewürfelten Birnen ca.20min gekocht und dann passiert. Was hier so harmlos klingt, verwandelt den Arbeitsplatz ein klein wenig (* hüstel) in einen Schauplatz von "the walking dead".
Das ignoriert man am besten vorerst und kocht dann das passierte Mus mit ein wenig Anis oder Lebkuchengewürz, Zimt o.ä. und Gelierzucker (ich nehme immer den 2:1) auf und füllt es dann in die vorbereiteten Gläser. An dieser Stelle gebe ich meiner Küche meist den Rest und das Putzen lohnt sich dann jetzt wenigstens so richtig.

Das Ergebnis ist ein wirklich toll schmeckender Aufstrich und auch wenn es recht aufwendig ist, lohnt es sich, das mal zu probieren.




Dienstag, 21. August 2018

Sommertournüre ausgeführt

Der August begann mit einem kleinen Tagesausflug in die nähere Umgebung, 
an den schönen Tegernsee.
Bei luftig-frischen 32°C (hüstel) schipperte unser einmal quer durchs 19te Jh gekleidete Grüppchen von Tegernsee ablegend über den See, um auf der anderen Seite zur Mittagszeit einzukehren und ... 
... dann dort irgendwie plaudernd hocken zu bleiben :D
Der geplante 3km Spaziergang am See entlang fiel der Hitze geschuldet deutlich (!) kürzer aus, was dem Gelingen des Tages aber keinen Abbruch tat.

Alle Bilder in diesem Post sind von Tina Zill, dankeschön dafür.


Ausflüge dieser Art bringen immer einige Anachronismen mit sich 


in Tegernsee



"Ein Schiff wird kommen.... "





Ich habe mich sehr gefreut, den Einen und die Anderen zu sehen und freue mich auf eine Wiederholung im nächsten Jahr oder eventuell auch schon zur Adventszeit

Montag, 6. August 2018

Sommertournüre

In den letzten Wochen ist nach längerem Nichtstun mal wieder etwas neues von der Nadel gehüpft.
Für einen Tegernseeausflug (der war gestern; dazu in Kürze etwas separat, wenn ich ein paar Bilder habe) mußte oder sollte etwas sommertaugliches für die zweite Hälfte des 19. Jhs her.  Etwa zeitgleich zum Beginn dieser Überlegung fiel mir eine leichte dünngestreifte Baumwolle in die Hände, die mir perfekt dafür schien.
Nun plane ich so etwas ja immer im Kopf und nicht auf dem Papier und das, was da im Kopf entstand, gefiel mir gut.

Umgesetzt wurde das ganze dann mit Hilfe der TV-Schnitte 261 und 365 für den Rock und mit dem Butterick 6400 als Basis  für die Jacke. Über den Butterick 6400 habe ich übrigens nachdem ich ihn gekauft hatte, so viel Schlimmes gelesen, dass ich es fast bereut habe. Das bestätigte sich nach dem Verarbeiten allerdings überhaupt nicht. Mag sein,dass es für andere Figurtypen problematisch ist, aber das kann ich nicht beurteilen. Ich war jedenfalls positiv überrascht, lediglich die Größenfindung anhand der Maßtabelle war Humbug, da bin ich einfach nach Gefühl gegangen und bin mit dt Konfektionsgröße 34/36 bei der 10 gelandet (großzügige Nahtzugaben inkludiert), was gut war. Laut der Tabelle hätte ich die 6 nehmen sollen, aber da wäre ich wohl beim besten Willen nicht reingekommen und wenn, dann völlig bewegungsunfähig... aber das nur am Rande.
Die Röcke sind einlagig ungefüttert, was über der Tournüre und dem Unterrock recht schön fiel und sich gut tragen ließ. Die Jacke ist mit Baumwolle gefüttert und außer an den Ärmeln  mit einem Zwischenfutter aus echtem Rosshaar versehen, was für mein Empfinden genau den richtigen Stand ergab (ein erster Versuch mit Vlieseline wurde zu steif und verworfen). Ich habe mich für einen vorn recht weit überlappenden Verschluß mit Haken und Ösen entschieden. 
Da die Zeit für eine Bluse oder ein Korsettcover nicht mehr gereicht hat, habe ich eine meiner Regency-Chemisettes darunter getragen, die mit dem dem Spitzenkragen optisch ganz gut dazu paßt.

Am Sonntagmorgen vor besagtem Ausflug gab es ein kurzes Probetragen des Sommernürchens zum Fotos-machen im Dachauer Schloßgarten:








Sonntag, 22. Juli 2018

Nachtrag: Mairy

Stefan Winter hat ein kleines Video von unserem Frankreichausflug zusammengestellt und auf youtube veröffentlicht.
Wer sich's ansehen mag:


Montag, 25. Juni 2018

Sommeranfang



Beim durchsehen des Kostümfundus ist mir aufgefallen, dass es noch keine Trage-Bilder der hellblauen Seidenschute gibt, die ich im Herbst des letzten Jahres gebaut hatte.
Und gestern auf dem Heimweg von Schleißheim fuhr ich an einer kleinen Wiese mit blühendem Kerbel vorbei (oder Rebendolde? Ich gestehe, ich habs versäumt, genauer hinzuschauen. Bei diesen weiß blühenden Doldenblütlern ist das ja immer so eine Sache...) und die rief: ich bin ein schöner Fotohintergrund.

Diesem Ruf bin ich dann heute Mittag auch rasch gefolgt, bevor der nächste Regen einsetzte...








Kleid und Spencer sind Übernahmen von der lieben Mie (beides ganz toll, nochmal dankeschön!!!)

Freitag, 22. Juni 2018

Kräuterküche


Aktuell gibt´s ja jede Menge Frischevorrat im Garten, aber der nächste Winter kommt bestimmt und dafür heißt es 'verarbeiten und konservieren'.
Heute ging es dem Basilikum an den Kragen bzw die oberen Triebe. Wenn die nämlich erstmal Blüten ansetzen, kommen keine neuen Triebe nach und dem gilt es vorzubeugen.
Neben dem Klassiker Pesto, das ich lieber frisch mache und nicht für die Lagerung (Schimmelgefahr), kommen da vor allem Öle und Salze in die Kammer.

Für Basilikumöl nehme ich Rapsöl als Basis. Eine Zehe Knoblauch und ein paar Pfefferkörner sind mit ins Glas gewandert. Die Blätter müssen gut trocken sein (ggf ein oder zwei Tage antrocknen lassen), bevor man sie einlegt und dann gut mit Öl bedeckt, sonst können sie schimmeln.
Gleiches gilt für das Salz. Hier kann man allerdings alternativ das fertig gemörserte Salz auch langsam im Backofen bei sehr niedriger Temperatur (Umluft) und leicht geöffneter Tür trocknen lassen.
Grundsätzlich gilt: je mehr Salz, desto besser die Konservierung.



Donnerstag, 21. Juni 2018

Freitag, 1. Juni 2018

etsy Shop

Liebe Freunde und KundInnen,
nach längerer Überlegung und eben erfolgter monatlicher Gebührenüberweisung an etsy habe ich beschlossen, den Shop dort vorerst auslaufen zu lassen... soll heißen, alle Artikel sind aktuell noch verfügbar, werden aber nach Ablauf der aktuell bezahlten Einstellfrist nicht verlängert.

Ich nehme dort zu wenig ein, um wirklich mit Gewinn zu arbeiten und möchte den Shop dort nicht nur betreiben, um davon dann dort Einstell-, Paymentbereitstellungs-, Verkaufsgebühren und neuerdings auch noch Umsatzsteuer zu zahlen und nebenbei immer ein wenig abmahngefärdet wegen was-auch-immer zu sein.
Nichtsdestotrotz behalte ich mein Gewerbe und bin weiterhin sowohl hier, über Facebook als auch dort per PN erreichbar und nehme wie gewohnt Bestellungen und Wünsche entgegen.


Danke für euer Verständnis und hoffentlich auf bald...
M.



Mittwoch, 30. Mai 2018

"Parnasso in festa" in Bad Lauchstädt

Der grosse Kursaal

Das vergangene Wochenende hat das Zeug, zum Highlight des Jahres 2018 zu werden.
Ich habe das hübsch verschlafene Örtchen Bad Lauchstädt besucht, wo im Goethe-Theater im dortigen Kurpark Händels "Parnasso in festa"  (HWV 73) im Rahmen der diesjährigen Händelfestspiele Halle gegeben wurde.

"Parnasso" war mir bis dahin zugegebenermassen völlig unbekannt. Aber was für ein Glück, dass sich das jetzt geändert hat und ich gleich zweimal nacheinander in den Genuß dieses schönen Stückes kam.

 Die dreiteilige Serenata wurde 1734 uraufgeführt.
Weitere Informationen gibt es hier: >klick<
Das kleine und wirklich wunderschöne Goethe-Theater bietet für ein Stück dieser Art genau den richtigen historischen und architektonischen Rahmen. Statt eines Fotos (aktuell gibt es außen nur ein Baugerüst zu bewundern) auch hier ein weiterführender Link: >klick<
Ein intimes kleines "Provinztheater", ein wirkliches Kleinod am Rande eines netten Parks und ein Glück, dass es noch erhalten ist. 
Holzbänke, knarzende Dielen, schmale Treppen und schräge Balken in den Gängen zu den Galerien...

Der Samstagmorgen begann mit einem sehr frühen Spaziergang im Kurpark, wo die Tische und Stühle der Cafés gerade zurechtgerückt wurden und sonst kaum eine Menschenseele unterwegs war. Die Fontänen im Wasserbecken sorgten für einen frischen Luftzug, die Sonne schien bereits recht warm und die Wege des Parkes waren geharkt (!).
Ideal, um sich noch für eine Stunde mit einem Buch auf eine der Parkbänke zu setzen.

Putto vor dem Schloß

kleiner Pavillon mit Büste der Christiane Vulpius; im Hintergrund das Wasserbecken mit den Fontänen, dahinter die Kolonade




Nachmittags war es dann endlich soweit und er Vorhang öffnete sich zu einem barocken Feuerwerk an Farbe und Musik.
Barocke Opern werden viel zu selten barock inszeniert und um so mehr ist es ein Genuss, wenn man das erleben darf 
(Regie: Sigrid T´Hooft, Musikalische Leitung: Wolfgang Katschner; Musik: lautten compagney). 
Die Musiker und die Sänger waren phantastisch, harmonisch und mitreißend. Der Funke sprang vom ersten Moment an über und blieb bis zum letzten Ton. Die Kostüme trotz low budget nicht der übliche Kitsch, der dann als "barock" bezeichnet wird, sondern wirklich historisch orientiertes "Bling" (Ausstattung Niels Badenhop). Ein paar Bilder und eine gut geschriebene Kritik gibt es hier: Klick

Und ja, ich gestehe, ich hatte durchaus ein oder zwei Tränchen der Freude und Rührung im Augenwinkel. Nicht zuletzt auch, weil mich der Riesenapplaus am Ende so sehr für die Mitwirkenden gefreut hat ... und man denen diese Freude auch ansah. Wunderbar.
Mein persönlicher Favorit: der Apollo, großartig gesungen von Riccardo Angelo Strano (Countertenor).


Der nicht singenden, dafür aber zauberhaft tanzenden Thetis an dieser Stelle mein besonderer Dank und Gruß.


Freitag, 18. Mai 2018

en detail


Heute mal ohne Anlaß und Geschichte drumherum einfach nur ein paar meiner Bilder von Türen- und Fensterdetails.


Ich mag diese Art von Aufnahmen und sammle schon eine ganze Weile; vielleicht wirds mal eine Postkartenreihe oder ein Kalender, 
mal sehen....





V.o.n.u. dreimal Schleißheim und Augsburger Schaezler Palais.


Mittwoch, 9. Mai 2018

Pelargonien

Faszination Pelargonien
Formen. Farben. Düfte



seit gestern bis zum 27.Mai 2018 ist im Geranienhaus des Schlossparkes Nymphenburg in München die Sammlung historischer Pelargonien zu bewundern



täglich von 10:00 bis 16:00, der Eintritt ist frei
Es lohnt sich!


Glauciifolium (erstmalig vorgestellt 1822; die älteste in der Sammlung war übrigens von 1712)




Kewense (1932)

Sonntag, 6. Mai 2018

Brot

(Lange nichts nahrhaftes mehr gepostet....)

Wer mich etwas näher kennt, weiß, dass ich mein Brot in der Regel selbst backe. 
Wer mich nicht näher kennt, weiß das jetzt auch ;)


Eine häufige Reaktion darauf ist das geseufzte "Na du mußt ja viel Zeit haben...". 
Unsinn, es braucht nicht viel Zeit dafür, nur guten Willen. Zum einen backe ich meist gleich 2 Brote auf einen Schlag und friere dann in Hälften ein. Ein halbes Brot reicht für mich normalerweise 4-5 Tage. 
Das spart zum einen Zeit und nutzt den Ofen besser aus. Zum anderen macht der Teig ja während der Zubereitung das meiste von selbst... halt rumstehen und sich gemütlich gehen lassen.
Rezepte gibt es im www ja zuhauf und ich finde, man muss da einfach ein bißchen rumexperimentieren und dann seinen Favoriten finden. Ich mag Sauerteigbrote mit einem kleinen Hefeanteil. Daneben verändere ich gern auch mal die Mehlsorten und gebe  Kräuter und/oder Gewürze hinzu oder auch mal Kartoffelstampf, geriebene Möhren, Mais, Nüsse o.ä.
Wichtig: immer wirklich lange gehen lassen. In Rezepten steht oft, dass beim ersten Mal eine halbe Stunde genügt und beim zweiten Gehen dann 45min. Ich warte mindestens die doppelte Zeit ab. Wenn man das öfter macht, lohnt die Anschaffung von Gärkörben (ich möchte meine nicht mehr missen).

In dieser Woche waren es Brennesselblätter und die Lieblingsgewürzmischung mit Koriander und Kümmel.




P.S. übrigens toll: frisch gebackenes  Brot mit Butter und Bärlauchsalz ...wohl dem, der welches hat ;) 

Mittwoch, 25. April 2018

im Tulpenfieber


Die heutigen Hauptdarstellerinnen 
sind meine im Herbst in Holland georderten Tulpen.
Neue Tulpen sind ja immer wie ein kleines Geduldsspiel... man setzt sie im Herbst und dann heißt es warten. Manchmal lohnt es, manchmal auch eher nicht. 
In diesem Falle bin ich wirklich begeistert und eine größere Nachbestellung im kommenden Herbst ist schon in Planung...

Die ersten Bilder zeigen Rembrandttulpen, die mich sehr an die schönen Stiche der Merian erinnern. Auf dem oberen Foto "Irene Parrot", unten die "Estella Rejnveld".





Ebenfalls neu zu meiner kleinen Sammlung hinzugekommen ist dieser "Flower brick"; ein Original aus England, gemarkt in Oxford.


Die letzte im Bunde ist die Tulpe "Cabanna" mit einem ganz zarten Farbverlauf  von rosé ins weiße.



Donnerstag, 12. April 2018

Sternmagnolie

Heute mal keine Kostüme....   
heute stand meine kleine Sternmagnolie Modell.



Montag, 9. April 2018

1783 Chateau de Mairy

„Beim Gesandten, Anno 1783“


Chateau de Mairy 5.-8.April 2018

1783, Herr Beyschlag ist nach Frankreich gesendet worden, um den dortigen Gesandten eines deutschen Fürsten, der in die Jahre gekommen ist, zu unterstützen. Denn viel steht an. Dem König wird zur Geburt des Dauphin gratuliert. Europa ist froh, dass der Vorfrieden von Paris unterzeichnet wurde. Auch soll an die heimischen Damen des Hofstaates von den neuesten Pariser Moden berichtet werden…



Am vergangenen Wochenende war es nun also soweit... die Zeitreise nach Frankreich ins späte 18te Jh stand auf dem Plan.
Das Auto war voll, die Laune gut und das Wetter hätte besser nicht sein können.
Bei strahlendem Sonnenschein empfing uns das Chateau in Mairy sur Marne und war unser Heim für etwas mehr als drei Tage.
"unser", das heißt: 23 Personen Herrschaft und 9 Personal 

(Bild: M von Bolt)

Wie üblich gab es einen gewissen Ablaufplan, nach dem sich dann auch die Auswahl der mitzunehmenden Kleidungsstücke richtete. Neben der Morgengarderobe sind das Tages- und Jagdkleidung für Spaziergänge und Tanzstunde sowie Galarobe für den Abend. Da kommt einiges zusammen, aber genau das ist es ja auch, was Spaß macht... wenn man die Sachen hat, möchte man sie schließlich auch tragen.
Highlight an diesem Wochenende war der Tanz, der diesmal wesentlich mehr zum tragen kam, als sonst üblich...  dank eines hervorragenden und engagierten Tanzmeisters und seiner bezaubernden Begleitung am Cembalo.
Statt der üblichen Longways wurden Quadrillen getanzt... auf solchen Events eher die Ausnahme, umso mehr hat es mich gefreut. Das war, auch wegen der tollen musikalischen Begleitung, wirklich toll.

Fazit: schön war´s.











(Bild von M von Pöllnitz)

(Bild von Helga Váradi)



Alle optischen Eindrücke in diesem Post sind, sofern nicht anders unterschrieben, dankenswerter Weise von Stefan Winter zur Verfügung gestellt worden. Merci.