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Freitag, 26. Oktober 2018

Apfelbrot

Das Rezept sagt "Apfelbrot"; ich sage "Apfelkuchen".
Und falls es für jemanden wichtig oder von Interesse ist: dies ist ein Paleo-Rezept. Ich kann leider nicht mehr genau sagen, auf welcher Seite ich es gefunden habe, da ich wie üblich einiges variiert habe, ist das aber auch nicht mehr wirklich relevant.

Was allerdings relevant ist: es ist lecker (wenn auch irgendwie nicht wirklich fotogen ;) ). Und - zugegeben - üppig. Macht also wirklich satt und das für ne Weile und man kann, denke ich, ohne schlechtes Gewissen auch behaupten, dass es recht gesunde Zutaten enthält.


Was also ist drin?
2 Äpfel (säuerliche; ich nehme den Klarapfel aus dem Garten), geschält, ent"häust" und in Würfel geschnitten;
80g Feigen, auch klein gewürfelt
80g Mandeln (im Originalrezept sind es hier bspw Haselnüsse);
150g gemahlene Mandeln (oder Mandelmehl) - da ich die ganzen Haselnüsse durch Mandeln ersetzt habe, gab es an dieser Stelle gemahlene Mandeln und gemahlene Haselnüsse halb / halb;
1,5TL Zimt
(hier kann man bestimmt auch gut mit Lebkuchengewürz, Nelken u.a. herumspielen)
2 EL Backkakao
1 Prise Salz
je 1/2 TL Natron und Backpulver
4 Eier
2EL  Honig
60g Kokosöl

Im Rezept wird jetzt alles getrennt gemischt, aufgeschlagen, etc pp. - solange es sich nicht um steifgeschlagenes Eiweiß handelt, ignoriere ich sowas bei den meisten Rezepten und auch hier macht es m.E. wenig Sinn; kurz: alles in eine Schüssel und durchmanschen.
Ab in die gefettete Form (der fertige Kuchen stürzt sich allerdings schwer bis gar nicht; ggf hier Silikonform nehmen oder Backpapier zum ausschlagen der Form) und dann in den Ofen. 
175° hätten wir gern und das für ca 40min
und
fertig.



Samstag, 13. Oktober 2018

#BarockerLuxus - Social Media Walk im Bayerischen Nationalmuseum

Gestern abend hatte ich erneut das Glück, einer Einladung zu einem Social Media Walk folgen zu dürfen.
Gastgeber war das Bayerische Nationalmuseum, Thema die seit Juni geöffnete neue Dauerausstellung der Spezialsammlungen
"Barocker Luxus - Meisterleistungen der Kunst und des Kunsthandwerkes"
(also genau mein Ding).



Nach einem wunderbar herzlichen Empfang durch die Museumsleitung wurden wir 20 Teilnehmer von den jeweiligen Kuratoren durch sechs Themenbereiche der Ausstellung geführt und in ca 20minütigen Kurzvorträgen mit einigen Highlights und Besonderheiten unter den Preziosen bekannt gemacht.
Wer selbst schon einmal kunsthistorische (oder auch andere) Vorträge gehalten hat, weiß wie schwer es ist, sich kurz zu fassen, wenn man sich für sein Thema begeistert und es doch so viel mehr zu erzählen gibt. 
Wer mich persönlich kennt, weiß, dass ich sehr empathisch reagiere und Stimmungen wahrnehme und leider ist das auch oft bei Führungen der Fall, bei denen man mit doch eher routiniert arbeitenden und manchmal scheinbar gelangweiltem Museumspersonal zu kämpfen hat. Umso mehr war ich erfreut, hier eine wirkliche Freude und Begeisterung der Kuratoren an ihrem Bereichen und Ausstellungsobjekten wahrnehmen zu dürfen.
Da möchte man... obschon die 20min längst vorbei.. doch noch schnell dieses eine oder andere Detail mitteilen... ach und ein weiteres auch noch schnell... der Kollege scharrt schon mit den Hufen?... seufz, nagut, aber "Eines" noch... :)
Kurz: es war ein Vergnügen zu zu hören und extrem kurzweilig.
Der Rücksicht auf eine vereinfachte Terminologie hätte es nicht bedurft (kleine Anm.: es gibt auch Blogger, die Kunsthistoriker sind ;) ), war aber auch irgendwie nett gemeint.

Was aber gab es denn nun zu sehen?
Wie oben schon erwähnt, handelt es sich um die neu gestaltete Sammlung zum Thema #BarockerLuxus .
Verspielter Prunk und Lebensfreude pur.
Auf ca 1300 Quadratmetern in 12 Sälen gibt es mehr als 1600 Meisterwerke des 17. und 18. Jhs zu entdecken, alle modern und sehr klar präsentiert und sehr gut ausgeleuchtet, ergänzende Medienstationen präsentieren Bereiche, die am Objekt selbst nicht zu sehen sind, wie bspw das mechanische Innenleben eines Möbels.



Wir beginnen in der Sammlung mit kleinformatigen Elfenbeinskulpturen aus beiden Jahrhunderten. Gedrechselte Meisterwerke aus führenden Werkstätten, aber zum Teil auch aus der Hand der Fürsten selbst. Wie wir erfuhren, gehörte die Ausbildung an der Drechselmaschine und das Herstellen dieser hochkomplexen Figuren auf dem oberen Bild durchaus auch zum Ausbildungskanon eines Prinzen.




Weiter ging es in die Porzellanabteilung (Teegeschirre... seufz) mit dekorativen Chinoiserien, frühem Meißner, Nymphenburger und Frankenthaler Waren sowie süddeutschen Fayencen. 
Wunderbare Tafelaufsätze mit kleinem Schwerpunkt auf den farben- und sinnesfrohen Figuren aus der Comedia dell Arte.






Glaskunst, Pokale, farbige Gläser und und silberne Ess- und Toilettengeschirre folgten.
Beeindruckend hier die vollständig gedeckte Tafel mit Silbergeschirr und Tafelaufsätzen aus einer Augsburger Werkstatt. Letztere sind so filigran gearbeitet, dass es möglich war bzw ist, die Noten, welche sich in dem prachtvollen Mittelstück befinden, nachzuspielen.







Möbel - ein weiteres Thema. Hier waren es die raffinierten Möbel der Familie Röntgen, eine Kunstschreinerfamilie, deren Werke mit denen aus Frankreich keinen Vergleich scheuen mussten. Wunderbar hier: wir duften einen Blick auf die innen liegenden Intarsien eines sonst zusammengeklappten Spieltisches werfen, die, eben genau weil er zusammengeklappt  ist, dadurch ihre originale leuchtende Farbigkeit  behalten haben.





Auch die barocke Jagd war ein Thema... luxuriöses Freizeitvergnügen mit dem zur Schau stellen wertvoller Gerfalken und Prunkwaffen. Besonderes Stück hier neben zwei Waffen mit Schildpatt und Perlmuttauflagen: ein singuläres Stück mit Auflagen aus Fischbein (Barte der Bartwale ... allgemein ja eher bekannt als Versteifung von Schnürbrust und Co). Wie der Kurator hier auch selbst gestand... kein sehr ansehnliches Objekt, aber originell und selten (im Bild das unterste).



(Ohne Themenführung und nur "Transitbereich" für uns waren die 3 Räume mit Musikinstrumenten und Spielen)
Den Abschluß bildete der Bereich der Kleidung und Accessoires, in welchem man von einer großartigen roten Francaise aus bemaltem Baumwollchintz empfangen wird. Toll, aber nicht ganz meine Farbe, die Gestreifte gleich dahinter hätte ich mir allerdings schon gern sofort eingepackt. Die Anglaise aus der Ausstellung "Mode aus dem Rahmen" von vor einigen Jahren findet sich hier auch wieder. Sehr nettes Accessoire bei den Herren: ein Spazierstock mit reichhaltigem Innenleben (alles, was auf dem Bild zu sehen ist, konnte zusammengesteckt im Stock versenkt werden) ... und, sowas mag ich ja, das Ganze ist ein Geschenk einer Geliebten des Trägers gewesen... eine dezent angebrachte amouröse Inschrift mit blonden Haarsträhnen auf dem Deckelmedaillon weist darauf hin.











Ich kann die Ausstellung nur empfehlen und werde wohl selbst demnächst auch noch einmal hin, um etwas vertiefender und länger zu schauen und zu ergänzen.

Der Abend fand seinen Abschluss mit einem kleinen Buffet und netten Gesprächen im Foyer des Museums.

An dieser Stelle kann ich nicht anders, als dem Museum und Frau Tanja Praske für die hervorragende Organisation zu danken. Ich bin ja durchaus gern auch kritisch, aber hier will mir heute beim besten Willen nichts einfallen ;)
Ich, und ich denke, da kann ich vermutlich für alle Teilnehmer sprechen, habe mich sehr willkommen gefühlt und hervorzuheben ist auch die tolle Vorbereitung mit den Pressemappen und weiterem Infomaterial sowie die Möglichkeit, die Pressebilder nutzen zu dürfen (Anm. alle Bilder in diesem Beitrag mit dem weißen Schriftrand sind vom Museum).
Das ist alles nicht selbstverständlich und wird hoch geschätzt. Herzlichen Dank dafür.


Freitag, 5. Oktober 2018

Waschmittel

Vor einer Weile habe ich mich ein wenig damit beschäftigt, wie man sich Waschmittel selbst herstellen kann und festgestellt, dass das nicht nur sehr simpel, sondern auch kostengünstig und vor allem umweltfreundlich ist, da ein normales Waschmittel tatsächlich nur aus drei Elementen bestehen muss, man selbst entscheidet, was man braucht und natürlich auch hier wieder kein Mikroplastik und Co ins Abwasser schleudert.
Die Herstellung ist denkbar simpel, meine Frage war natürlich: wäscht das auch gut? und vor allem: wie riecht die Wäsche danach?




Ich habe meine Mischung nun seit 2 Monaten in Gebrauch und bin total zufrieden.
Ich wende es bei normal verschmutzter Wäsche an (stärkere Flecken würde ich evtl vorher einweichen, aber das kam noch nicht vor) und bei Baumwolle sowie Mischgeweben (Sportfunktionskleidung bspw). Bei Seide und Wolle würde ich, ehrlich gesagt, zögern. Vor allem sollte man hier wohl die Zitronensäure weglassen.
Alles wurde bisher einwandfrei sauber, in der Reinigungsleistung ist keinerlei Unterschied zu  gekauftem Waschpulver zu bemerken.
Und der Geruch? Toll. Frisch und sauber,  wie man es sich wünscht, ohne parfümiert zu riechen.

Hier mein Rezept:
Je 150g Soda und Natron mischen, gibts beides in preiswerten Grosspackungen a 5kg.
Dazu wird ein Stück Seife grob in Flocken gerieben. Kernseife ist gut, ich habe aber ganz einfache Lavendelseife benutzt und damit gleich etwas Duft hineingebracht. Der kann aber, wenn man möchte, auch mit ein paar Tropfen äther. Öl hineingelangen.
Für weiße Wäsche wird empfohlen, ein wenig Zitronensäure als natürliches Bleichmittel hinzu zu fügen. Und wer sehr hartes Wasser hat, kann optional 50g Spülmaschinensalz in die Mischung geben. Ich habe beides allerdings (noch) nicht getan.
Benutzt wird es wie ganz normales Waschpulver in der Maschine. Ich nehme 2 EL pro Waschgang und fülle es direkt in die entsprechende Kammer.
Es gibt im Netz auch Rezepte für Weichspüler, aber die benutze ich konventionell auch nicht, also kann ich dazu nichts weiter sagen.



Wie gesagt, ich bin sehr zufrieden damit und werde wohl auch weiterhin so waschen.
Viel Erfolg beim evtl nachprobieren.