Seiten

Mittwoch, 5. September 2018

Schlehenmarmelade...

...oder mein Beitrag zum Thema "Wie verursache ich mit wenig Aufwand das größtmögliche Chaos in der Küche?"

Das Schöne daran, wenn man im Spätsommer umzieht, ist ja, dass man quasi sofort die Früchte des neuen Gartens ernten kann.
Schon bei der Besichtigung vorm Hauskauf fielen mir die Schlehen auf und auch wenn wir hier noch mächtig zwischen Kisten und Kartons herumstolpern, die Schlehen sind reif, also wollten sie gesammelt werden. Ich warte ungern bis zum ersten Frost, denn meist sind sie dann entweder bereits durch den Verdauungstrakt diverser Amseln gegangen oder schon ein wenig trocken und schrumpelig. Die Tiefkühltruhe tut es auch,  wenngleich es immer wieder Meinungen gibt, dass das nicht so ist... glaubt mir, Frost ist Frost, den Bitterstoffen ist das egal, woher der kommt, es funktioniert. Mindestens 24 Std rein damit und alles ist gut.
Schlehenmarmelade allein ist geschmacklich zwar nett, aber das pelzige Gefühl im Mund ist nicht jedermanns Sache, meine auch nicht, also biederten sich die Williams Christ-Birnen (ebenfalls neu im Garten hier am Spalier) geradezu an, mit den kleinen blauen Dingern vergesellschaftet zu werden.

Die Schlehen werden mit den gewürfelten Birnen ca.20min gekocht und dann passiert. Was hier so harmlos klingt, verwandelt den Arbeitsplatz ein klein wenig (* hüstel) in einen Schauplatz von "the walking dead".
Das ignoriert man am besten vorerst und kocht dann das passierte Mus mit ein wenig Anis oder Lebkuchengewürz, Zimt o.ä. und Gelierzucker (ich nehme immer den 2:1) auf und füllt es dann in die vorbereiteten Gläser. An dieser Stelle gebe ich meiner Küche meist den Rest und das Putzen lohnt sich dann jetzt wenigstens so richtig.

Das Ergebnis ist ein wirklich toll schmeckender Aufstrich und auch wenn es recht aufwendig ist, lohnt es sich, das mal zu probieren.




Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Dankeschön, daß du dir die Zeit nimmst und hier ein paar Worte hinterläßt...