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Mittwoch, 26. September 2018

Goldene Milch

(*Werbung,  weil Markennamen genannt werden und nein, ich verdiene daran nichts)

Mit sogenannten "food trends" ist das ja immer so eine Sache. Zum einen halte ich  persönlich überhaupt nichts von dem Gehype bestimmter meist asiatischer Pflänzchen, die auf einmal in aller Munde sein sollen und oft ohne wirklich zu schmecken, vom Konsumenten runtergewürgt werden, weil sie ewige Jugend, den  6er im Lotto oder wasauchimmer bescheren sollen.
Die Goldene Milch kommt aus dem Ayurveda und gehört leider dazu... Mitstreiterin im Kurkumatrend sozusagen. Aber das sei ihr verziehen, ich mag sie trotzdem. Und nicht, weil Kurkuma irgendwas mit meinen CRP-Werten macht, sondern weils total lecker ist und gerade jetzt, da es doch merklich herbstelt und abends schon mal kühl wird,  wunderbar Körper und Seele wärmt.
Rezepte gibt es viele, Fertigpulver auch (ich kann das von Bio primo empfehlen, wohingegen das von lebepur bei mir leider durchgefallen ist).
Ich mache sie, wenn ich sie frisch koche, so:
Frische Kurkumawurzel (ca 3cm, das ist etwa ein halbes Wurzelstück) und ein kleineres Stück Ingwer fein reiben (Handschuhe ! Kurkuma färbt stark.) und mit einem Stück Zimtstange und evtl auch ein paar Kardamonkapseln in Milch aufkochen. Hierfür nehme ich Hafermilch, aber das ist jedem selbst überlassen.



Ein wenig ziehen lassen und abfiltern. Man kann das Gekrümel auch mittrinken, aber nunja.... ist nicht so toll. Den Klecks Honig zum Schluss nicht vergessen!



Und genießen.
Ist die Farbe nicht toll, wenn die Sonne in die Tasse scheint?


Samstag, 15. September 2018

Barockes Wandelkonzert

Lang drauf hingefreut, gestern war es soweit.
"Barockes Wandelkonzert durch das Neue Schloß Schleißheim"

(Ein Projekt im Rahmen der 10. Barocktage Schrobenhausen, Künstlerische Leitung Jakob Rattinger >klick< )



Spannendes und, zumindest für mich, neues Konzept - die Musiker sind auf sechs Räume des Schlosses verteilt, "auf den Spuren der bayerischen Barockmusik" bedeutet in diesem Falle, dass jedem Raum ein Ort und Thema zugeteilt wird und der Besucher von Raum zu Raum und damit von Ort zu Ort reist. Für jeweils etwa eine viertel Stunde verweilt und lauscht und dann weiter geführt wird. An einen neuen Ort, neuen Künstler und neuen Komponisten, alles jeweils mit Bezug (zumindest zwischen Ort und Komponist).

So lauschen wir in Nürnberg der Laute von Axel Wolf, der uns Pachelbel spielt. Pietro Torri in München, Muffat in Passau, Platti in Würzburg... 
Das Konzept geht auf, die Besucher nehmen es an und es funktioniert.
Ich denke, Veranstalter und Künstler dürften zufrieden sein und ich hoffe auf eine Wiederholung im nächsten Jahr.

Wunderschöner nichtmusikalischer, dekorativer Beitrag sind die großen, meist pyramidal gesteckten Blumenarrangements von Christl Majuntke-Schmid.
Leider gibt es hiervon keine Bilder... ich habe meine kleine Mitnehmkamera im Umzugschaos noch nicht wieder entdeckt und habe es dummerweise versäumt, meine Begleitung darum zu bitten, Bilder zu machen. Da hatte ich meine Gedanken wohl woanders...

Damit es dennoch etwas blumiges in diesem Post gibt, Bilder von einem der Sträuße, den ich mir heute etwas sentimental im alten Garten geschnitten habe. Als ich noch dort wohnte, habe ich selten wirklich viel für die Vase geschnitten, weil ich es draußen immer schöner fand. Aber da ich nach dieser Woche ohnehin keinen Zugang mehr dorthin habe, habe ich jetzt mal aus dem vollen geschöpft... wunderbarer Goldener Herbst.


Mittwoch, 5. September 2018

Schlehenmarmelade...

...oder mein Beitrag zum Thema "Wie verursache ich mit wenig Aufwand das größtmögliche Chaos in der Küche?"

Das Schöne daran, wenn man im Spätsommer umzieht, ist ja, dass man quasi sofort die Früchte des neuen Gartens ernten kann.
Schon bei der Besichtigung vorm Hauskauf fielen mir die Schlehen auf und auch wenn wir hier noch mächtig zwischen Kisten und Kartons herumstolpern, die Schlehen sind reif, also wollten sie gesammelt werden. Ich warte ungern bis zum ersten Frost, denn meist sind sie dann entweder bereits durch den Verdauungstrakt diverser Amseln gegangen oder schon ein wenig trocken und schrumpelig. Die Tiefkühltruhe tut es auch,  wenngleich es immer wieder Meinungen gibt, dass das nicht so ist... glaubt mir, Frost ist Frost, den Bitterstoffen ist das egal, woher der kommt, es funktioniert. Mindestens 24 Std rein damit und alles ist gut.
Schlehenmarmelade allein ist geschmacklich zwar nett, aber das pelzige Gefühl im Mund ist nicht jedermanns Sache, meine auch nicht, also biederten sich die Williams Christ-Birnen (ebenfalls neu im Garten hier am Spalier) geradezu an, mit den kleinen blauen Dingern vergesellschaftet zu werden.

Die Schlehen werden mit den gewürfelten Birnen ca.20min gekocht und dann passiert. Was hier so harmlos klingt, verwandelt den Arbeitsplatz ein klein wenig (* hüstel) in einen Schauplatz von "the walking dead".
Das ignoriert man am besten vorerst und kocht dann das passierte Mus mit ein wenig Anis oder Lebkuchengewürz, Zimt o.ä. und Gelierzucker (ich nehme immer den 2:1) auf und füllt es dann in die vorbereiteten Gläser. An dieser Stelle gebe ich meiner Küche meist den Rest und das Putzen lohnt sich dann jetzt wenigstens so richtig.

Das Ergebnis ist ein wirklich toll schmeckender Aufstrich und auch wenn es recht aufwendig ist, lohnt es sich, das mal zu probieren.