Seiten

Mittwoch, 30. Mai 2018

"Parnasso in festa" in Bad Lauchstädt

Der grosse Kursaal

Das vergangene Wochenende hat das Zeug, zum Highlight des Jahres 2018 zu werden.
Ich habe das hübsch verschlafene Örtchen Bad Lauchstädt besucht, wo im Goethe-Theater im dortigen Kurpark Händels "Parnasso in festa"  (HWV 73) im Rahmen der diesjährigen Händelfestspiele Halle gegeben wurde.

"Parnasso" war mir bis dahin zugegebenermassen völlig unbekannt. Aber was für ein Glück, dass sich das jetzt geändert hat und ich gleich zweimal nacheinander in den Genuß dieses schönen Stückes kam.

 Die dreiteilige Serenata wurde 1734 uraufgeführt.
Weitere Informationen gibt es hier: >klick<
Das kleine und wirklich wunderschöne Goethe-Theater bietet für ein Stück dieser Art genau den richtigen historischen und architektonischen Rahmen. Statt eines Fotos (aktuell gibt es außen nur ein Baugerüst zu bewundern) auch hier ein weiterführender Link: >klick<
Ein intimes kleines "Provinztheater", ein wirkliches Kleinod am Rande eines netten Parks und ein Glück, dass es noch erhalten ist. 
Holzbänke, knarzende Dielen, schmale Treppen und schräge Balken in den Gängen zu den Galerien...

Der Samstagmorgen begann mit einem sehr frühen Spaziergang im Kurpark, wo die Tische und Stühle der Cafés gerade zurechtgerückt wurden und sonst kaum eine Menschenseele unterwegs war. Die Fontänen im Wasserbecken sorgten für einen frischen Luftzug, die Sonne schien bereits recht warm und die Wege des Parkes waren geharkt (!).
Ideal, um sich noch für eine Stunde mit einem Buch auf eine der Parkbänke zu setzen.

Putto vor dem Schloß

kleiner Pavillon mit Büste der Christiane Vulpius; im Hintergrund das Wasserbecken mit den Fontänen, dahinter die Kolonade




Nachmittags war es dann endlich soweit und er Vorhang öffnete sich zu einem barocken Feuerwerk an Farbe und Musik.
Barocke Opern werden viel zu selten barock inszeniert und um so mehr ist es ein Genuss, wenn man das erleben darf 
(Regie: Sigrid T´Hooft, Musikalische Leitung: Wolfgang Katschner; Musik: lautten compagney). 
Die Musiker und die Sänger waren phantastisch, harmonisch und mitreißend. Der Funke sprang vom ersten Moment an über und blieb bis zum letzten Ton. Die Kostüme trotz low budget nicht der übliche Kitsch, der dann als "barock" bezeichnet wird, sondern wirklich historisch orientiertes "Bling" (Ausstattung Niels Badenhop). Ein paar Bilder und eine gut geschriebene Kritik gibt es hier: Klick

Und ja, ich gestehe, ich hatte durchaus ein oder zwei Tränchen der Freude und Rührung im Augenwinkel. Nicht zuletzt auch, weil mich der Riesenapplaus am Ende so sehr für die Mitwirkenden gefreut hat ... und man denen diese Freude auch ansah. Wunderbar.
Mein persönlicher Favorit: der Apollo, großartig gesungen von Riccardo Angelo Strano (Countertenor).


Der nicht singenden, dafür aber zauberhaft tanzenden Thetis an dieser Stelle mein besonderer Dank und Gruß.


Freitag, 18. Mai 2018

en detail


Heute mal ohne Anlaß und Geschichte drumherum einfach nur ein paar meiner Bilder von Türen- und Fensterdetails.


Ich mag diese Art von Aufnahmen und sammle schon eine ganze Weile; vielleicht wirds mal eine Postkartenreihe oder ein Kalender, 
mal sehen....





V.o.n.u. dreimal Schleißheim und Augsburger Schaezler Palais.


Mittwoch, 9. Mai 2018

Pelargonien

Faszination Pelargonien
Formen. Farben. Düfte



seit gestern bis zum 27.Mai 2018 ist im Geranienhaus des Schlossparkes Nymphenburg in München die Sammlung historischer Pelargonien zu bewundern



täglich von 10:00 bis 16:00, der Eintritt ist frei
Es lohnt sich!


Glauciifolium (erstmalig vorgestellt 1822; die älteste in der Sammlung war übrigens von 1712)




Kewense (1932)

Sonntag, 6. Mai 2018

Brot

(Lange nichts nahrhaftes mehr gepostet....)

Wer mich etwas näher kennt, weiß, dass ich mein Brot in der Regel selbst backe. 
Wer mich nicht näher kennt, weiß das jetzt auch ;)


Eine häufige Reaktion darauf ist das geseufzte "Na du mußt ja viel Zeit haben...". 
Unsinn, es braucht nicht viel Zeit dafür, nur guten Willen. Zum einen backe ich meist gleich 2 Brote auf einen Schlag und friere dann in Hälften ein. Ein halbes Brot reicht für mich normalerweise 4-5 Tage. 
Das spart zum einen Zeit und nutzt den Ofen besser aus. Zum anderen macht der Teig ja während der Zubereitung das meiste von selbst... halt rumstehen und sich gemütlich gehen lassen.
Rezepte gibt es im www ja zuhauf und ich finde, man muss da einfach ein bißchen rumexperimentieren und dann seinen Favoriten finden. Ich mag Sauerteigbrote mit einem kleinen Hefeanteil. Daneben verändere ich gern auch mal die Mehlsorten und gebe  Kräuter und/oder Gewürze hinzu oder auch mal Kartoffelstampf, geriebene Möhren, Mais, Nüsse o.ä.
Wichtig: immer wirklich lange gehen lassen. In Rezepten steht oft, dass beim ersten Mal eine halbe Stunde genügt und beim zweiten Gehen dann 45min. Ich warte mindestens die doppelte Zeit ab. Wenn man das öfter macht, lohnt die Anschaffung von Gärkörben (ich möchte meine nicht mehr missen).

In dieser Woche waren es Brennesselblätter und die Lieblingsgewürzmischung mit Koriander und Kümmel.




P.S. übrigens toll: frisch gebackenes  Brot mit Butter und Bärlauchsalz ...wohl dem, der welches hat ;)