Seiten

Dienstag, 22. November 2016

Hausmütze für den Herren


Mit kleineren Unterbrechungen in den letzten Wochen entstanden ist diese seidene Hauskappe für den Herren.
Die morgendliche Routine des gepflegten Herren im 18ten Jh  bestand darin, im gemütlichen Banyan und ohne Perücke, dafür aber mit einer Kappe auf dem Kopf seinen Gepflogenheiten innerhalb des Hauses nach zu gehen... frühstücken, Morgentoilette, private Korrespondenz, Besuche empfangen... Diese Hausmützen gab es in allen sozialen Schichten.
Was im modernen Sinne sehr feminin anmutet, war hierbei absolut gebräuchlich: Indiennes, Blumenprints, Stickereien, andere bunte Muster.


Diese Mützen gab es in den verschiedensten Formen, vom Turban bis zu lang zipfeligen Nachtmützchen; einfach bis sehr stark verziert.
Diese ist eher flach und besteht aus 4 Teilen, die die Krone bilden und zwei Blenden vorn und hinten.
Verwendet wurde außen eine changierende Seide  und innen eine einfache Seide für das Futter. Dazwischen befindet sich zur Stabilisierung ein Zwischenfutter aus Rosshaar. Die Kordel ist aus Baumwolle gedreht.
Gestickt wurde mit einem dünnen Viskosenähfaden, der einen schönen seidenähnlichen Glanz hat.





Hier die Vorlage für das Schnittmuster aus dem "Costume close up"-Buch; diese Kappe datiert zw 1740-1760