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Samstag, 8. Oktober 2016

Tweetwalk #Lustwandeln in Schleißheim

Nun habe ich also tatsächlich an einem Tweetwalk teilgenommen... 
ehrlich gesagt wußte ich vor zwei Wochen noch nicht einmal, was das ist. Ich twittere nicht und instagramme nicht und habe auch wenig Bezug zu diesen Themen.
Meinen Blog hier mag ich,  aus fast schon nostalgischen Gründen, Facebook ist Kommunikationsmittel, das wars auch schon bei mir.

Im großen und ganzen ist ein Tweetwalk also etwas, dessen Verständnis sich mir ein wenig entzieht ... man bewirbt sich und wenn man unter die Glücklichen zählt, denen das Los wohlgesonnen war, dann darf man teilnehmen... da ich blogge, konnte ich mich bewerben und das Thema war `Schleißheim´, also war ich interessiert.
So kam ich heute in den Genuss einer Führung durch Mitarbeiter der Schlösserverwaltung zu gleich vier ortsbezogenen Themenkomplexen.
(siehe auch hier: klick und hier klick)

Zum einen die Ikonologie vom Vestibül, Treppenaufgang und dem großen Saal des neuen Schlosses. Eine ja bekannt sehr maskuline Thematik... Kriegssymbolik, Macht etc pp.
Max Emanuel hat es diesbezüglich ja hier richtig "krachen lassen"... 
Weiter ging es hoch hinauf in die Bereiche vom Dachstuhl, in die man ja sonst als Besucher gar nicht gelangt... hier waren Reste der Strukturen der Dienstbotenkammern (niederes Personal) zu betrachten und es bot sich die Gelegenheit, auf das kupferne Vordach zu gelangen, von wo aus man einen grandiosen Blick auf das Blumenparterre  und den Kanal hatte. Wir sollten hier unbedingt aus Sicherheitsgründen auf den Holzbohlen bleiben, wobei diese in meinen Augen fast gefährlicher aussahen als das Dach an sich. ;)
Besagtes Blumenparterre und dessen archäologische Rekonstruktion war das Thema Nr. 3 - für mich sehr interessant, wenngleich ich nun weiß, dass die Rekonstruktion den Zustand des 19ten Jhs zeigt und nicht, wie ich bislang irgendwie immer dachte, den des 18ten.
Weiter gings dann zum 4. und letzten Thema, dem Obstgarten mit seinen historischen Apfelsorten.

Alles in allem 3,5 lehrreiche und kurzweilige Stunden...
Irritierend und ehrlich gesagt etwas suspekt blieb mir lediglich die Tatsache, dass  eigentlich fast alle Teilnehmer oder sagen wir mal zwei Drittel mit ihren Nasen eher auf diversen Displays als auf den Objekten in ihrer Umgebung klebten. So als wäre nicht das Thema des Vortrages der Grund der Anwesenheit, sondern lediglich die Mitteilung an den Rest der virtuellen Welt, dass ich jetzt in diesem Moment hier stünde... Fotografieren ist ja das eine, aber zeitgleich schreiben, auf Kommentare reagieren und dann noch zuhören und Information aufnehmen? Also ich für meinen Teil schaffe das nicht und möchte das auch nicht, wenn ich ehrlich sein soll.
(Ich sehe das auch aus der Sicht des Referierenden, dem gegenüber mir das irgendwie als fast schon unhöflich erscheint?)

Ein interessantes Experiment, worüber noch ein wenig reflektiert werden muss...  aber ich denke, in dieser Form war und bleibt es eine einmalige Sache für mich.
Nicht weil es "nicht gut" war, im Gegenteil, die Organisation war toll, sondern einfach, weil es so nicht meine Medien sind.




  

Kommentare:

  1. Liebe Maren,

    jetzt erst habe ich deinen Beitrag entdeckt! Vielen herzlichen Dank, dass du dabei warst und danke für deinen reflektierten Bericht!

    In der Tat mutet es seltsam an, wenn die Leute alle auf ihre Displays schauen, während die Führer uns die Geheimnisse der Anlage verrieten. Lese ich die mittlerweile 17 Blogposts, dann ist sehr viel hängen geblieben, so mancher recherchierte nach. Das Faszinierende für mich war und ist, die teils sehr verschiedenen Wahrnehmungen des Tweetwalks. Natürlich freut es mich ungemein, dass ihr alle die Schlossanlage Schleißheim mit viel Begeisterung beschreibt. Das war unser Ziel.

    Unsere Fachleute, die führten, "warnte" ich schon vor, ob der gesenkten Köpfe und fotografierenden Teilnehmern, die sich auch mal von der Gruppe absonderten. Tatsächlich waren sie überrascht, wie kundig und interessiert die Teilnehmer waren. Sie fühlten sich wohl - also, alles gut!

    Dir nochmals ein herzliches Dankeschön fürs Dabeisein - es hat mich sehr gefreut!

    Herzlich,
    Tanja Praske

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  2. Liebe Maren,

    wie Tanja, habe ich auch erst jetzt deinen Beitrag entdeckt.

    Ein großes Dankeschön, dass du bei dem Tweetwalk dabei warst und deinen persönlichen Blickwinkel auf die Aktion mit uns teilst. Für dich wäre vielleicht ein Tweetwalk im historischen Ambiente – wir alle in selbst genähten barocken Kleidern mit anschließendem Picknick auf der Obstwiese – etwas ansprechender gewesen :).

    Ich wünsche dir einen guten Start in die Woche!


    Viele liebe Grüße aus der Nymphenburg

    Gesine von der Schlösserverwaltung

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Dankeschön, daß du dir die Zeit nimmst und hier ein paar Worte hinterläßt...