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Freitag, 10. Mai 2013

Eine Woche ...


...in Bildern und Stichworten.


Nachdem die Seebestattung meines Vaters ja wegen der widrigen Witterung im März und des vereisten Strelasunds nicht stattfinden konnte, bin ich Mitte der letzten Wochen erneut für ein paar Tage in den Norden gereist.
Ich möchte jetzt gar nicht zu sehr ins private Detail gehen, ein paar Worte aber dennoch, einfach weil es mich beschäftigt.

Bei meinen Eltern und mir ist es seit längerem beschlossenen Sache  bzw Wunsch, nach Seemannsbrauch zu bestatten. Nachdem mir auch immer noch die Variante "Friedwald" im Kopf herum spukt, muß ich nun sagen, dass das nasse Grab eine großartige Alternative ist - wem das jetzt alles etwas makaber klingt, der möchte sich bitte darauf besinnen, dass das nun mal zum Leben dazu gehört oder alternativ ab dem nächsten Absatz weiter lesen ;).
Wir haben in der letzten Woche in allen Punkten dem Wunsch meines Vaters entsprochen, sind allein (Mutti und ich)  mit dem Bestatter auf den Sund geschippert, haben seine Lieblingsmusik gehört (Beatles) ... etc pp. 
und das alles bei strahlendem Sonnenschein.
So schwer es war, so schön war es zeitgleich irgendwie auch.
Eine stille, sehr würdevolle Zeremonie.

Und während ich mich frage, wie sich so manch eine(r) aus dem engeren Familienkreise noch ohne Schamesröte im Gesicht morgens im Spiegel betrachten kann, so muß und möchte ich an dieser Stelle noch einmal unsere Freunde erwähnen 
(ihr, die es betrifft, wißt, dass ihr gemeint seid), 
die uns mit so liebevollen und warmherzigen Worten per Brief  ihre Anteilnahme, Gedanken und ihren Beistand ausgedrückt und übermittelt haben.

Ihr wart und seid toll - danke!
***




and now something completely different - wie angekündigt, im nächsten Absatz 

Eine Woche Kaiserwetter und ich im Norden.
Das wollte und mußte genutzt werden. Also einfach so getan, als ob man Urlaub hätte - rein ins Auto und ab auf die alten Pfade.... Das ist es, was ich hier im Süden vermisse. Die Schleichwege zu kennen. Ein Ziel - zig Möglichkeiten hin zu gelangen. Die kleinen Highlights am Rande - jedes mit mindestens einer Anekdote behaftet.

die Bilder-Collagen von oben nach unten kommentiert:

Stralsund.
Alle aktuellen Bausünden außer acht lassend ab in die Altstadt - Schillstraße, Badstüberstraße, Külpstraße und das Renaissanceportal mit den Terracottafliesen aus der Werkstatt des Stratius von Düren.

Putbus - Orangerie, Fürst Malte und das Theater - im Sommer blühen in der weißen Stadt die Rosenhochstämmchen vor den Häusern am Circus; jetzt ist der Park mit Bärlauch voll (siehe auch Foto darauf unten links).

Auf Rügen sind die Buchenwälder in diesen Tagen mit weißen Anemonen (Buschwindröschen) geradezu übersät.


Jagdschloß Granitz - ich habe es endlich einmal geschafft, den Turm zu besteigen. Ist etwas heikel für Menschen mit Höhenangst - die gusseisernen Stufen sind durchbrochen - man sieht also von gaaanz oben nach gaaanz unten, wenn man hinabschaut ;) 
Aber die Aussicht vom Turm ist es wert!



Strand vor Ahrenshoop am späten Nachmittag - wie man sieht, ist alles im Lot (wenn auch waagerecht - "wasserwaage-recht" eben*g)

Jasmund, Jasmund, Jasmund - all time favourite.
Auf dem Rückweg ca 10kg Steine im Rucksack.

Und ganz unten nochmal Ahrenshoop.
Der Kunstkaten eröffnet neu in diesen Tagen und solche Katzen will ich unbedingt auch für unser Haus!








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