Seiten

Dienstag, 2. April 2013

Fischpastete á la Notfall


Da hat man einen gemütlichen Ostermontagsabend vor Augen und freut sich aufs müßige Nichtstun mit ein paar Stricknadeln und einem schönen Glas Rotwein auf der Couch.
Wie so oft, es kommt anders.

Da steht dann nämlich der Schatz in der Tür mit den Worten... ich habe hier noch eine Kühltasche mit Fisch.
(Anmerkung: er war übers WE bei meiner Mutti im Norden und diese hat Fisch mitgegeben; Hecht und Dorsch. Diesen tiefgekühlt hierher zu bekommen, ist an sich nicht das Problem - das wirds erst, wenn man ihn dann über Nacht im Auto vergißt...)
Wieder einfrieren kam nicht in Frage, dazu war er schon zu weit angetaut. Also stand ich von jetzt auf sofort vor dem Problem, ca 3kg Fisch zu verarbeiten. Für zwei Personen (nein, die Kater mögen keinen Fisch).
Da ich übers WE allein war, hatte ich auch nicht sooo viel vor Ostern eingekauft - Reste zusammen suchen und was draus machen, war also angesagt.
Ergebnis: eine Fischpastete.
Die Zubereitung ist recht variabel von den Zutaten her; man kann sie pur oder als Brotaufstrich verwenden und man kann sie zu Teilen auch wieder einfrieren.
Und so hab ich´s gemacht:
den Fisch filetieren bzw in mittelgroße Stücke teilen; mit 300ml Wasser, 200ml trockenem Weißwein, 1 Zwiebel, 1 Tomate und 1 Möhre ansetzen; mit Lorbeer, Salz und Pfeffer kräftig würzen... gute halbe Stunde köcheln lassen. Dann den Fisch heraussammeln, die Brühe ergibt einen kräftigen Fischfond, den wir hier nicht weiter brauchen; kann aber gut eingefroren und später verwendet werden.
Sorgfältig die Gräten entfernen und dabei gleich das Fischfleisch zerkleinern. Zwischenzeitlich habe ich eine Dose Tomaten abtropfen lassen.  Diese beiden Sachen werden dann fein püriert und mit 4 Eiern und einem kräftigen Schluck Milch (Sahne hatte ich nicht da) vermischt. Evtl nochmal nachwürzen, aber wenn die Brühe vorher genug "intus" hatte, ist das eigentlich nicht nötig. Alles in eine gefettete Form geben und 45min bei 200°C Umluft im Ofen backen.
Dazu die Form mit einer Alufolie verschließen und in eine mit Wasser gefüllte größere Form oder Backblech stellen - es gart quasi im Wasserbad.
Rausnehmen, erkalten lassen, stürzen - fertig.

War doch ein gemütlicher Abend, oder?

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Dankeschön, daß du dir die Zeit nimmst und hier ein paar Worte hinterläßt...