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Freitag, 30. November 2012

von Katzen und Mäusen




Von wegen "die Katze läßt das mausen nicht." Jetzt ist es amtlich:  meine Riesenkater haben Angst vor Mäusen 
=^^=

Nachdem ich merkwürdige Geräusche aus dem OG gehört hatte, sah ich nach dem Rechten und mußte feststellen, dass Robin eine Maus in die Ecke getrieben hatte (soweit ja gut). Um ihnen beiden (Sir Iven war inzwischen erwacht und anwesend) ein kleines Erfolgserlebnis zu gönnen, wollte ich sie kurz mit ihr spielen lassen (natürlich unter Aufsicht, damits nicht kaputtgespielt wird und nein, das war nicht böse, der Maus gings und gehts gut). 

Robin zögerte seeeeehr lange, stupste das Tierchen dann an der hintersten Schwanzspitze gaaanz sachte an und ... nichts passiert. 
Maus erstarrt, Robin auch. Letzterer guckt irgendwie wie ein Häufchen Elend. 
Nun betritt Sir Iven das Spielfeld. Ah gut, denkt sich die Maus - da wo es dunkel ist, ist man sicher ... und verschwindet schwupps UNTER Sir Iven. 
Die 8,5kg-Katze ist verwirrt.... Robin findets doof und sitzt inzwischen am Wannenrand in sicherer Entfernung und beobachtet, wie das kleine Ding immer wieder unter dem Dicken verschwindet...
Ich heb den Dicken hoch - die Maus sitzt irgendwie zufrieden mittig darunter ;) 
War bestimmt schön warm und weich.
An dieser Stelle fand ich, der Mäusemut muß belohnt werden und bring sie raus.  
Die Kater frag ich später mal, was da eigentlich los war....
***
P.S. wie es weiter ging, steht in den Kommentaren...

Sonntag, 25. November 2012

Herbstmenü


Mein Schatz hatte Geburtstag und das gab uns gestern eine willkommene Gelegenheit, Freunde zu einem herbstlichen Abendessen einzuladen...

Also wurde Omas "gutes Geschirr" aus dem Schrank geholt, die Gläser poliert und noch schnell der Efeu vorm Haus zu Dekozwecken geräubert.
Und da das Meiste nicht nach Anleitung gekocht wurde, gibts hier und heut mal nur die Menüfolge
ohne Rezepte (wer Fragen hat, fragt bitte einfach):

*Salat mit warmem Ziegenkäse*
Feldsalat und Rucola mit Orangenspalten, mit Honig überbackene Ziegenkäsetaler und geröstete Pinienkerne

*Reh aus heimischem Wald an Kartoffelgratin*
Rehragout mit Waldpilzen, Kartoffelgratin und kross angebratene Rehfiletmedaillons, dazu Birne mit Preiselbeerkompott

*Vanille-Eis mit Apfel-Ingwer-Kompott*
Vanilleeis auf Schokospiegel mit warmen Apfel-Ingwer-Kompott und einer Orangenhippe (die aus dem vorletzten Post)

dazu ein trockener Rotwein - ich fands köstlich!

Freitag, 23. November 2012

Heimat-Gedanken

... und noch etwas nicht ganz so "Hippes"...



Obwohl ich ja nun schon einige Jahre hier in Bayern lebe, verfolge ich dennoch relativ regelmäßig die Nachrichten, die aus meiner Heimat an der Ostsee kommen. Online geht das ja ganz gut, vor allem über unabhängige Blogs und Magazine sowie auch über diverse ausgeschnittene und gesammelte (und dann her geschickte) Zeitungsartikel. 
Mein Interesse gilt dabei vor allem natürlich den Dingen, die mir am Herzen liegen - das sind u.a. die historischen Bestände meiner Heimatstadt, sei das nun die bauliche Substanz wie auch Archäologisches, Museales etc pp.; Dinge, die das familiäre und befreundete Umfeld und das meines Werdeganges betreffen; Ökologisches, Naturräumliches.
In letzter Zeit ist das leider mehr und mehr unerfreulich.
Schon bei den letzten Besuchen mußte ich öfter als nur einmal an den Entscheidungen eines sogenannten "Altstadtmanagementes" zweifeln. Ich weiß nicht, ob es daran liegt, dass in Stralsund keine oder kaum Stralsunder entscheiden - aber es gab im historischen Stadtkern eine bauliche Fehlentscheidung nach der anderen. Und das tut weh.
Nicht alle Dinge können damit begründet werden, dass Investoren fehlen. Eine gängige Praxis ist es nun einmal auch, denkmalgeschütze Gebäude einfach solange brach liegen zu lassen, bis sie von selbst zusammenfallen, um dann einem Neubau in bester Lage weichen zu müssen. Wer einmal auch nur kurz im Bereich der Denkmalpflege gearbeitet hat, wird wissen, wovon ich schreibe.
Größte ökonomische Katastrophe 2012 war wohl die Insolvenz der Stralsunder Werft - ich möchte hier nicht weiter darauf eingehen, aber auch das ist das Ergebnis einer (nicht unabwendbaren) Dynamik, die mitdenkenden und damit wohl unbequemen Mitarbeitern des Betriebes  bereits seit einigen Jahren aufgefallen ist.
Ganz aktuell und überregional in der Presse der Skandal um verkaufte Bücher aus dem Stadtarchiv. Eine Zusammenfassung (wie korrekt sie jetzt das Geschehen auch immer darstellen mag) ist hier bzw (besser) hier zu finden. Wer die historische Sammlung einer Stadt, die  zum Teil noch nicht einmal aufgearbeitet ist (bspw die Musikwissenschaften) als "totes Kapital" bezeichnet, hat in meinen Augen in einer Verwaltung derselben nichts verloren!
Ebenso aktuell und ebenso nur per Zufall ans Licht gekommen: eine zweifelhafte Verkaufsaktion einer Jugendstilvilla incl Parkgrundstück für schlappe und viel zu günstige 351 000 Euro...
 Weitere "Geschäfte" dieser Art kann bzw möchte ich aus rechtlichen Gründen hier nicht nennen. Aber mir blutet das Herz. 
Wann ist endlich Schluß mit dem kulturellen Ausverkauf dieser Region?


***
So, das mußte jetzt mal sein.
Ich betrachte diesen Post als persönliches Statement, nicht als Diskussionsgrundlage,weshalb die Kommentarfunktion deaktiviert ist. Wer mir dennoch schreiben möchte, kann dies gern direkt per email tun.



Orangenhippen

Heute mal was ganz Simples, aber dennoch nicht weniger Leckeres.
Orangenhippen oder wer es französisch "nach mehr" klingen lassen möchte: Tuiles.

Sie werden sehr dünn gebacken und können, solange sie noch warm sind über einem Rundholz o.ä. in Form gebogen werden (das muß aber schnell geschehen, denn da sie so dünn sind, kühlen sie auch sehr schnell aus - wer das vor hat, am besten immer nur 4 Stück auf einmal backen).

Das Rezept:  1 Eiweiß wird steif geschlagen und langsam mit 50g feinem Zucker vermischt. Dazu kommt die abgeriebene Schale einer unbehandelten Orange (nicht zu viel, sonst wirds zu intensiv). 
25g zerlassene Butter und 25g Mehl in zwei Portionen abwechselnd unterheben und rasch glatt rühren - fertig ist der Teig. 
Kleine Portionen auf ein Backblech geben, diese mit dem Löffelrücken rund und  flach austreichen.
Im vorgeheizten Ofen (190°C) ca 5-6min backen, die Farbe soll hell und an den Rändern leicht gebräunt sein.
Die Hippen aus dem Ofen nehmen, evtl formen und auskühlen lassen.
Die angegebenen Mengen reichen für ca 8-14 Stück, je nach Größe.

Sie schmecken lecker als Teegebäck oder als Dekoration für Desserts - und genau dafür brauche ich sie morgen....

Montag, 19. November 2012

Soko - News

 
noch ein schnelles P.S.
Habs grad erfahren; es gibt Neues von der Soko-Produktion. Die Folge ist jetzt auf der Website beschrieben.

"Snailmail"


Wer keine Briefe schreibt, der bekommt in der Regel auch eher selten welche ;)
Ich liebe beides - bekommen und schreiben, vor allem, wenn es diese "besonderen" Briefe sind. Briefe von besonderer Form oder von besonderen Menschen.
So war es mir gestern ein Vergnügen, das neblig-kalte Wetter mit einer Tasse Tee (nein, diesmal nicht Tee im Bräter) und tintenschwarzen Fingerspitzen zu verbringen. 
Die Schriftart orientiert sich an der Cancellaresca oder auch littera da brevi, einer Schrift aus Italien, 16./frühes 17. Jh. soweit ich weiß. Und ja, sie ist auf dem Foto unscharf und schwer zu erkennen, aber ich möchte ja nicht, dass ihr hier meine Briefe lest ;) - für einen Gesamteindruck reichts.
Es gibt sie auch als PC-Font (aber das nur nebenbei erwähnt, der Brief ist selbstredend handgeschrieben).
***
Auch die Weihnachtskarten für Freunde und Familie sind bereits gedruckt; wir haben uns für ein tolles Motiv im historischen Kostüm in der Münchener Residenz entschieden - zeigen werde ich sie natürlich erst nach den Feiertagen, sonst ist es für die Empfänger ja keine Überraschung mehr.
Und, kleiner Tipp, als i-Tüpfelchen gibt es zur Zeit bei der Post tolle Briefmarken mit Raffaels "Sixtinischer Madonna", damits auch auf dem Umschlag stimmig ist :)

Sonntag, 18. November 2012

Weihnachten im Shop...

...und weiter gehts.
 Gestern abend habe ich mir erstmal einen schönen Tee gekocht - einen ganzen Gänsebräter voll.
Und nein, mir sind nicht die Teekannen ausgegangen, ich habe lediglich Papier gefärbt, damit ich heute neue Tags herstellen konnte.

Im Haus selbst allerdings ist nichts weihnachtlich. 
Nachdem in den Innenstädten längst die ersten Tannen aufgestellt sind  und auf dem Münchener Marienplatz die Marktbuden zusammen gezimmert werden, bezieht sich "alle Jahre wieder" bei mir eher auf die Frage "Muß denn das jetzt schon sein?" Eine Frage, die man sich ja inzwischen ab Mitte August stellen darf...
Ich beschränke mich dieser Tage darauf, den Garten weiter aufzuräumen, wenn die Sonne mal hervorlugt. Indoor etwas auszumisten (Kleider- und Schuhschrank!) und ein paar anstehende private Essen mit Freunden zu planen.  
Das Weihnachtswerkeln für den Shop ist mir aktuell noch Weihnachten genug...

Samstag, 3. November 2012

durchtanzte Tage

Das war also Bad Rappenau, "Plaisirs innocents - Parisian Contredanses 1715-1723" (Kursleitung Nicoline Winkler).

Meine Auswahl der Adjektive reicht über inspirierend, freude-bringend, spannend, anstrengend und großartig bis vor allem eins: viel zu schnell vorbei (ah, es ging ja um Adjektive: also viel zu kurz).
Worum es in dem Workshop an sich ging, hatte ich ja im vorletzten Post bereits verlinkt - bei Interesse also bitte einfach nochmal runterscrollen und anklicken.

Veranstaltungsort war das Wasserschlößchen dort vor Ort - eine niedliche kleine Sache, die leider völlig entkernt ist, aber wenigstens seitdem das Rathaus in ein anderes Gebäude gezogen ist, jetzt kulturell genutzt wird. In den unteren beiden Etagen befinden sich bspw Ausstellungsräume und unterm Dach gibt es den großen Saal mit Holzfußboden und der tollen Deckenbalkenkonstruktion. Rappenau selbst - und an dieser Stelle muß ich mich bei den Rappenauern entschuldigen - nicht weiter erwähnenswert.
Der Workshop hingegen hätte von mir aus gern in einer Endlosschleife laufen können - wen interessieren schon schmerzende Füße?! 
Von der Teilnehmerzusammensetzung  optimal aufgeteilt in 5/5 - es mußte also nicht wie sonst immer eine Dame an Herrenstelle tanzen. Als uns am Freitag früh eine junge Frau von der örtlichen Presse besuchte, war auch der erste erstaunte Kommentar von ihr: "Oh, hier sind ja Männer!"  Ich habe keine Ahnung, was sie sich da im Vorfeld vorgestellt hatte *g
Zwölf Tänze haben wir "geschafft" und es war eigentlich keiner dabei, der mir so gar nicht zugesagt hat. Favoriten hatte bzw habe ich schon (Les quatres faces/La Bohemiene), aber es ist keiner dabei, der mir die Stimmung trüben könnte (ich hätte mich also auf den Pariser Opernbällen vermutlich ganz gut amüsiert) - und mit einer so bezaubernden Kursleitung und einem so tollen Tanzpartner, wie ich sie die letzten drei Tage hatte, kann eh nichts die Laune verderben - letzterer war nämlich ein (Achtung: Wortspiel für Insider) echter Schatz.  Dankeschön und liebe Grüße!

Tja, so dachte ich, die Barock-und Rokokoevents der vergangenen Wochen und Monaten seien nicht zu übertreffen und klammheimlich schummelt sich da so ein spontan gebuchter Tanzkurs an die Spitze... so schnell geht das manchmal.


***
P.S. hier noch der Zeitungsartikel dazu: klick
Foto dort anklicken - es ist auf der Website nur ein Ausschnitt zu sehen