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Montag, 29. Juni 2009

aus alt mach neu

Eines meiner Ziele in Dänemark war es eigentlich, eine kleine Lampe für meinen Nachtschrank zu kaufen... aber wie es immer so ist, wenn man eine genaue Vorstellung von den Dingen hat - man findets nicht (oder es ist zu teuer).
Am vorletzten Tag fand ich auf einem Flohmarkt diesen (s.u.) alten Lampenfuß und fand, daß er Potential hat... zumal als ich den Preis hörte: für weniger als 3 Euro wechselte er in meinen Besitz und das (s.o.) ist nun daraus geworden :)


Sonntag, 28. Juni 2009

Gartenbesuche und Lavendelsorten

So, nun ist der Sonntag auch schon wieder fast vorbei... und wieder hat es geregnet, aber es ist nicht mehr kühl wie noch vor ein paar Tagen - im Gegenteil, es ist schwülwarm und die Luft fühlt sich regelrecht feucht an auf der Haut. Bei uns im Haus sind sämtliche Holztüren irgendwie verzogen und knarzen bei Öffnen...
Zunächst einmal laßt mich die gestern angekündigten Namen meiner Lavendel nachreichen:
Es ist spannend - sie variieren alle ein wenig in der violetten Farbe, einige sind gar rosé oder weiß. Auch das Laub ist gänzlich verschieden, aber trotz allem habe ich doch die eine oder andere Lieblingssorte darunter... die blassen Töne haben es mir angetan, sie wirken so zart. Aber auch eine Lav. angustifolia mit ganz tief dunklen Blüten ist toll, sie heißt "Blue Scent" und ich versuche seit zwei Jahren erfolglos, Stecklinge zu nehmen, weil ich den sehr niedrigen buschigen Wuchs so toll finde. Vielleicht klappts in diesem Jahr!
Nun aber die Sorten:
Lav. angustifolia "Rosea" (klar, rosa blühend); und "Alba" (weiß), den oben genannten "Blue Scent" und "Hidcote Blue", außerdem "Munstead" und "Reve de Jean Claude" (helles Lila);
den Provencelavendel Lav. lavandula x intermedia "Dutch" (wird recht hoch),
Lav. lanata "Richard Grey" und den Speiklavendel auch noch.
So, ich hoffe, ich hab nicht wieder einen vergessen :)
Vergessen habe ich heute auch nicht, den Fotoapparat mitzunehmen. Von den besuchten Gärten möchte ich euch einen zeigen, der einfach "anders" als der Rest war... nichts Perfektes, keine geraden Rasenkanten (eher Wiese als Rasen, so wie bei mir... ich habe auch eher eine kurz gemähte Gänseblümchenwiese) ein Jäger- und Sammler-Garten, zum Stöbern, immer wieder neue Sachen sehen und finden, zum sich wundern, wie diese alte Scheune es schafft, aufrecht stehen zu bleiben... ein Garten mit Charakter eben. Zugegeben, vielleicht an einigen Stellen etwas zuviel das Ganzen, aber interessant und spannend allemal. 1300qm sollen es, wenn ich mich recht erinnere, sein. Am Rande stehen mehrere leer aussehende Hütten, Gebäudeteile, von denen ich nicht weiß, ob sie noch genutzt werden oder nicht. Viele kleine Mauern erlauben Durchblicke oder auch nicht. In den Bäumen hängen Vogelkäfige oder andere Eisenteile, auf den Zäunen stecken Tassen, Töpfe und Flaschen, überall kleine Sitznischen und Stühle oder Bänke aus Holz oder Stein (manche schon völlig in der Hand von Moos und Co), Tischchen, Spiegel, etc.
Also ich glaube ja, daß hier nachts die Feen tanzen:







alle 4 Aufnahmen aus dem Garten der Frau Kersten bei Mkt.Indersdorf

Samstag, 27. Juni 2009

erste Lavendelernte



Jedes mal bin ich am hadern mit mir... soll ich oder soll ich nicht?
Einerseits sieht der blühende Lavendel doch sooo schön aus und die Schmetterlinge und Bienen freuts auch... andererseits will ich ja auch etwas von den getrockneten Blüten haben.
Also: Kompromiss. Ein paar Büsche werden abgeerntet, ein paar bleiben stehen...
Den Ertrag von drei Pflanzen seht ihr auf den Bildern... wenns wieder so klappt wie 2008, dann kann ich im September nochmal "schnippeln" :)
Meist nehme ich zum Trocknen übrigens den Lav. Angustifolia und lasse die anderen, "besonderen" Sorten stehen. Der Weiße eignet sich eh nicht dazu, die Blüten verfärben sich braun... die Namen der anderen Sorten in meinem Garten muß ich - Schande über mein Haupt - nachreichen, weil ich sie selbst nicht im Kopf (dafür aber im Buch) habe ;)
Also bis bald!
Ach ja, wer im Süden wohnt, hat morgen Gelegenheit, Privatgärten zu besichtigen...
zum 11. Tag der offenen Gärten!
Wir haben uns zwei in der näheren Umgebung herausgepickt und werden dann wohl mal im fremden Ideen-Revier wildern - ich bin gespannt!

Donnerstag, 25. Juni 2009

Mange tak!!!!!

Liebe Marie...
das war ja mal eine tolle Überraschung!!! Hab mich riesig gefreut und bedanke mich ganz herzlich... die Kette ist wunderschön!

Dienstag, 23. Juni 2009

Farvel...


...so, nun ist es soweit. In Anbetracht des Wetterberichtes, der besagt, dass es warm werden soll, haben wir uns wieder fuer eine Nachtfahrt entschieden und brechen also heute abend in Richtung Heimat auf... jetzt heisst es Taschen packen, Zimmer aufraeumen, Gaestebucheintrag schreiben und schweren Herzens Abschied nehmen... seufz.

Montag, 22. Juni 2009

Ringkoebing


Darf ich vorstellen? Das Lions Felchen.
Daenemark ist ja allgemein recht kunstinteressiert, vor allem auch an moderner Kunst, was man nicht zuletzt auch an dem Erscheinungsbild der Staedte sieht... Das Felchen ist Ringkoebings neueste Skulptur, welche 2008 im Hafengebiet aufgestellt wurde. Der Kuenstler heisst Henrik Voldmeister und kommt aus Husby (da wo wir hier wohnen). Und ein Felchen ist eine Lachsart, die es nur hier im Ringkoebing Fjord und Stadil Fjord gibt. Und, da hat wahrscheinlich Frau Voldmeister die Haende im Spiel, gleich zu Fuessen der Skulptur ist auf einer Messingplatte ein Rezept zur Zubereitung desselben im Boden eingelassen ;)


Seitenstrassen in Ringkoebing



Der Ausflug nach R. selbst war wie erwartet schoen... die Sonne brutzelt immernoch herrlich und durch den Wind hier nie unangenehm (vorausgesetzt natuerlich, der gewaehlte LSF ist ausreichend hoch). Die Stadt ist noch nicht sehr voll und die Menschen in guter Stimmung und nett... das Mittagessen bestand aus einem grossen Teller Shrimps und gebratener Scholle direkt am Hafen. Alles so, wie es sein sollte.
Und, wollt ihr wissen, wofuer meine letzten Kronen den Besitzer gewechselt haben? Dafuer:




Die Besitzerin dieses Schmucklaedchens muss ihr Geschaeft aus familiaeren Gruenden schliessen, wie sie mir erzaehlte. Deshalb hatte ich das Glueck, damit die absoluten Schnaeppchen zu machen... und die Entscheidung fiel sooo schwer, ich haette noch viel mehr mitnehmen koennen!
Damit ist das der Tagestipp: Schmuckladen Smilla, V.Strandgade 9, Rinkoebing

Sommersonne

Nun ist er also da - der Sommer.
Und paradoxerweise neigt sich unser Sommerurlaub dem Ende entgegen... So langsam laesst sich der Gedanke an die Rueckfahrt nicht mehr zurueckdraengen, wenn man morgens den Blick ueber die Duenen schweifen laesst, und da wirds einem schon etwas wehmuetig ums Herz.
Andererseits freut man sich aber auch schon darauf, den Garten daheim zu begruessen, sogar aufs Rasenmaehen freu ich mich... das Unkraut hat in der Zwischenzeit sicher auch mitbekommen, dass wir nicht da waren, und feiert bestimmt wilde Partys im Rosenbeet...
Egal, bis Mittwoch sind wir ja noch hier und solange geniessen wir es auch.
Die Sonne hat uns in den letzten Tagen auch noch gehoerig verwoehnt und hat aus einem der Kater eine richtig "Coole Mieze" gemacht ;)
Wir wiederum haben uns selbst verwoehnt und gestern den Tag am Haus genossen... anlaesslich des Papa-Geburtstages gabs Lachstartar und Jakobsmuscheln... lecker! Und wer hat das zubereitet? Mein Schatz. GROSSES LOB!!!
Heute gehts nochmal nach Ringkoebing... niedliches kleines Staedchen... ich mag das, aber das werdet ihr ja im naechsten Post sehen... bis dahin, habt einen guten Start in die neue Woche!

Samstag, 20. Juni 2009

Anekdote fuer Babs

...und damit es kein Insider nur fuer Babs ist, noch eine Erklaerung dazu:
Es geht darum, dass man sich manchmal buchstaeblich fuer ein Foto "in den Dreck werfen" muss und wirft... und damit nicht immer auf verstaendnissevolle Blicke anderer Anwesender hoffen darf ;)
Dieses Bild zeigt den unteren Bereich einer Portalsaeule an der Vestervig Kirche. Als wir hinein wollten, wollte eine groessere Ansammlung Rentner(innen) gerade hinaus. Das dauert ja immer etwas... man erzaehlt, guckt hier, guckt da... ist ja alles auch nicht schlimm ;) Ich jedenfalls entdeckte diesen Kopf und wollte ihn ablichten, hatte nun aber das Problem, dass alle Platz machten (und das Objekt der Begierde somit verstellten), weil ich vermeintlich hinein wollte. Da mein Daenisch nicht fuer "Entschuldigung, ich moechte zu diesem Kopf da unten" reichte, entschloss ich mich, einfach zu tun... ich ging also zu Fuessen einiger Damen in die Knie und erreichte mein Ziel... (ich vermeide es inzwischen, in solchen Momenten in die Gesichter der Anwesenden zu blicken "lach)

Lemvig und Thyboron

Heute der Post zu gestern, man kann ja nicht jeden Abend am PC hocken ;)
Das Wetter haelt sich wacker, auch wenn es gestern ab und an Regenschauer gab und der Wind im Laufe des Tages etwas frisch wurde... nachts gab es Regen, zum Morgen hin klart es auf (genau richtig also...)
Heute am Samstag ist ja hier An- bzw Abreisetag. Wir sind gespannt.Noch ist hier kaum etwas los, was natuerlich sehr angenehm ist, auch wenn deshalb so manches Cafe oder Laedchen noch geschlossen hat. Die Hochsaison beginnt erst am 1.7.
Gestern waren wir u.a. in Thyboron, einem kleinen Fischerort noerdlich von Thorsminde, da war es ganz deutlich zu spueren, dass dort noch die "Ruhe vor dem Sturm" herrscht... eigentlich war dort naemlich niemand. Es ist eigenartig, durch so menschenleere Strassen zu fahren, die schon einen Monat spaeter richtig bevoelkert sind. Genauso eigenartig ist es, von Sueden in diesen Ort zu fahren... aus dem schoensten Kuestenstreifen, u.a. wieder mit einem schoenen Huegelgraeberfeld, gelangt man unvermittelt auf eine schmale Landzunge, an dessen linker Seite eine Bahnlinie entlangfuehrt und dessen rechte Seite einige relativ grosse Industrieanlagen beherbergt. Drei, vier Betriebe, dann kommt ein Fischereihafen, dann der kleine Ort... wir haben am Hafen Fisch gegessen und sind wieder umgekehrt... immer knapp am Regen vorbei.
Zuvor waren wir in Lemvig. Lemvig liegt in einer kleinen Bucht und ist tatsaechlich erst zu sehen, wenn man schon fast drin steht. In den Reisefuehrern wird der Ort als sehr niedlich und beschaulich beschrieben, aber wir hatten Pech. In diesem Jahr wird dort sehr, sehr viel gebaut, auch bzw vor allem in der Fussgaengerzone... so kam es zu etwas, was noch nie passiert ist: es gibt kein einziges Foto! Nur ein paar von den Kuttern im Hafen.Wer also in der Naehe ist und nur mal den Ort betrachten moechte, dem wuerde ich abraten... erst im naechsten Jahr ;) Macht lieber einen Ausflug nach Ringkoebing, diese Stadt ist absolut so, wie man es sich vorstellen mag :) Ich bin da immmer wieder gern. Genau wie Ribe im Sueden... meine absolute daenische Lieblingsstadt neben Kopenhagen und Roskilde. Aber zu Ribe gibts mal einen Extra-Eintrag...

Donnerstag, 18. Juni 2009

Hangaards Have

24 000qm Traumgarten suedoestlich von Rinkoebing lagen heute vor uns! Die Entscheidung hinzufahren oder nicht, sollte wetterabhaengig fallen und wir hatten Glueck... schon in der Frueh schien die Sonne durchs Fenster.
"Hangaards Have" ist ein Privatgarten, taeglich von 10-17 Uhr geoeffnet... mit einem kleinen Cafe und persoenlicher Begruessung durch die sehr nette Gaertnerin. Die Anlage erscheint beim Durchwandern noch groesser als sie es ohnehin schon ist, durch die Aufteilung in viele kleine Gartenzimmer mit verschlungenen Pfaden und immer wieder einer Ueberraschung hinter der naechsten gruenen Wand... Rhododendren, Clematis in Huelle und Fuelle, Rosen in ebenso stattlicher Zahl, Lilien, Funkien, Hortensien, kleinen Alleen, Wasserbereichen, einem Labyrinth (Ziel erreicht in 4min!), Steinbereichen und englischem Rasen (der mich ja schon ein wenig neidisch gemacht hat). An vielen Ecken sind Baenke und kleine Tische und es wird darauf hingewiesen, dass es ausdruecklich erwuenscht ist, diese als Picknickbereich mit eigens mitgebrachten Dingen zu nutzen...

ebenfalls am Eingang begruesste uns ein Katzenpaar in schneeweiss (hier nur eine auf dem Bild, aber die zweite war das Abbild der ersten - macht also nix) ... "Hallo Besucher, magst du schmusen???"


Stellt euch bitte den Duft dazu vor! Der schwebte ueber dem gesamten Gelaende...
Alles war wirklich super gepflegt... die Gardener unter uns hier wissen, da steckt ein Riesenhaufen Arbeit hinter... ! Kompliment und Hut ab.
Ein kleines "Aber" gibt es von meiner Seite aus trotzdem: es war mir fast alles zu perfekt.

nur wenig spaeter kam Katze Nr.3.... "Hallo Besucher, ich will auch kuscheln...!!!"



herrliche Clematis, da mag man mit der Kamera am liebsten ganz reinkriechen...



Gartentour in Daenemark geplant? Hier gucken: http://www.dejligedanskehaver.dk/

Mittwoch, 17. Juni 2009

Kultur (Teil 2)


Wir sind immernoch im suedlichen Thy.... naechster Besichtigungspunkt ist Hoerdum Kirke. 1954 fand man hier bei Restaurierungsarbeiten einen verbauten Bildstein aus dem 11. Jahrhundert, welcher mit einer Szene aus der nordischen Mythologie versehen ist. Er steht nun im Kirchenvorraum und zeigt den Fischzug Thors. In einem Heftchen zu Thy habe ich gelesen, dass es der einzige mittelalterliche Bildstein Daenmarks ist, aber ehrlich, das ist meiner Meinung nach ein Druck- oder Uebersetzungsfehler... ich denke da nur an den herrlichen Stein in Jellinge oder die Steine der Historischen Sammlung in Moesgaaard bei Arhus. Also: schnell wieder vergessen. ;)




Nicht geplant, aber durch Zufall gefunden: der Grundriss einer eisenzeitlichen Wohnanlage mit vielen Trogmuehlen, Mahlsteinen und Hausgrundrissen mit Herdstellen bei Vestervig Kirke.

Als Abschluss des Tages gehts hinein in die mystischen Tiefen des Berges... naja, okay, das war uebertrieben, es gibt ein sehr schoenes Ganggrab bei Lundehoj, welches man betreten kann. Zwischen 3200 und 2800 v.Chr. wurde hier bestattet, es gibt zwei Grabbkammern, eine kleine und eine groessere und angeblich auch eine Felszeichnung, die wir aber nicht entdeckten. ich habe eine kleinere Ritzung gesehen, aber die ist definitiv juenger und nicht das Gesuchte... toll wars trotzdem, ich mag sowas :)
Das Ganze ist zwar unter nationaler historischer Betreuung, aber auf Privatgrund. Der Schluessel vom Bild ganz oben gehoert auch hierher... er kennzeichnet den Platz, von dem sich der Besucher den Schluessel fuer das Gittertor vor der "Jaettestuen" nehmen kann... :)




So, ihr Lieben, das war der Tagesbericht... ihr habts geschafft fuer heute ;)
Das wir unterwegs auch noch Versteinerungen am Strand von Nissum Fjord gesammelt haben, schreibe ich beim naechsten Mal...
jetzte schnappe ich mir ein Glaeschen Wermut und gucke mir "Alatriste" mit Viggo Mortensen an...

Kultur (Teil 1)


Endlich, ein Tag so ganz nach meinem Urlaubsgeschmack: Heute gab es eine etwas laengere Tour in den Norden... die Gegend nennt sich Thy und ist in Teilen der erste daenische Nationalpark (www.visitthy.dk) und wirklich wunderschoen und abwechslungsreich in der Erscheinung.

Zunaechst einmal muss ich sagen, Urlaub zu zweit oder gar in Gruppe ist ja immer vor allem eines: ein Kompromiss. Mag der eine lieber in der Sonne liegen, faehrt der andere lieber shoppen, mag wer sich den Besichtigungsplan mit Sehenswuerdigkeiten vollstopfen? Ich gestehe, ich bin meist der Typ drei und das macht mich als Miturlauber, glaube ich, etwas anstrengend ;)

Ich bin in den letzten Jahren oft mit der Uni auf archaeologischen und kunsthistorischen Exkursionen gewesen und so aehnlich sahen auch immer meine Reisen aus... :0) Dementsprechend gibts dann immer so Zettelchen oder Landkartenkopien, die mit diversen Randnotizen vollgekritzelt sind und einen mehr oder weniger logischen Weg durch die Pampa aufzeigen, der dann an diversen historischen Highlights vorbeifuerht.
Unser erster Stopp war heute ein Grabhuegelfeld aus der Bronzezeit bei Sdr. Ydby. Nicht irgdendeines, sondern das wohl schoenste und auch groesste Dks. Es finden sich hier ganze 49 dieser Grabhuegel in einer schoenen Heidelandschaft... am Ende mit Ausblick auf den Skibsted Fjord... wirklich sehr schoen anzusehen.




Der weitere Weg fuehrte uns zu der groessten und kurz danach auch zu der kleinsten daenischen Dorfkirche.

Die groesste Kirche ist die von Vestervig und ist eine ehemalige Klosterkirche. Es gibt dort u.a. eine kanonische Sonnenuhr, wie es in ihrer Art nur zwei in gaz Europa gibt. Fuer Romantiker gibts eine kleine Geschichte am Rande um einen mittelalterlichen Grabstein... das Grab von Linden Kirsten und Prinz Buris. Die beiden hatten ein verbotenes Techtelmechtel und wurden natuerlich erwischt. Beide wurden zum Tode verurteilt. Linden Kirsten musste solange tanzen, bis sie Tod hinfiel. Buris wurde an die Kirchenmauern gekettet, gerade soweit von ihrem frischen Grab entfernt, dass er es noch erreichen konnte. Als auch er starb, wurden sie gemeinsam bestattet. An diesem Grab legen auch noch heute die Braeute, die in der Vestervigkirche heiraten, ihren Brautstrauss nieder.

Weniger Romantische begucken sich vielleicht in der Zwischenzeit die herrlichen romanischen Reliefsteine an den Aussenmauern (Kapitelle mit Tierkoepfen, christliche Szenen im Tuertympanon) oder machen Fotos ;)



Als kleinste Kirche Dks wird Lodbjerg Kirke bezeichnet... sie ist wahrlich klein, abewr wir waren einhellig der Ansicht, dass wir auch schon noch kleiner gesehen haetten. Interessant ist, dass diese Kirche bereits zweimal komplett versetzt wurde, weil Treibsand den dazugehoerigen Ort verschuettet hatte. Lodbjerg Kirke ist um 1500 erbaut und im Inneren fiel vor allen dieses schoene Votivschiff ins Auge.
WEITER GEHTS IM NAECHSTEN pOST...

Stoeckchen

Gerade eben sind wir von unserer heutige Tagestour heimgekehrt und da habe ich bei Kathrin dieses Stoeckchen gefunden und aufgefangen... Kathrin schreibt:
" ... habe mir von Kessi folgenden Text kopiert und mache mal weiterI will do my best ;-)
"Das erste neue Stöckchen ist das „Monatsstöckchen“ - ihr könnt es zwölf mal im Jahr verwenden und Eure ganz eigenen Kreationen dazu machen. Der Monat Juni besteht aus 4 Buchstaben: J U N I - zu jedem der Buchstaben, werde ich Euch etwas über mich verraten und dieses Spiel werde ich über das Jahr fortsetzen bis in die Unendlichkeit, lach, also solange es mir und Euch Freude macht. Und ich bin schon sehr gespannt, wer dieses Stöckchen aufnimmt und seine persönlichen Kreationen dazu vorstellt. Wichtig ist mir dabei immer, dass man authentisch bleibt, d. h. das was man vorgibt zu sein, auch im realen Leben tatsächlich ist. Ich denke, die Regeln sind einfach und für jeden verständlich und somit fange ich einfach mal an:"
JUNI
J wie Jade. Ich mag gruen und ich mag diesen Stein, sowohl in seiner gruenen als auch in der ganz hellen Variante sehr gern.
U wie Uhren... trage ich nie, mag ich einfach nicht. Man kommt auch ohne puenktlich :)
N wie Nebel... eine meiner Lieblingsstimmungen fuer Spaziergaengen und Fototouren... immer wieder schoen und immer wieder anders.
I wie Improvisieren... mach ich gern und muss das auch oft, weil ich nur ungern genau plane :)
So, und wer faengt nun dieses Stoeckchen und macht weiter?

Dienstag, 16. Juni 2009

Katzen on Tour

Von mehreren Seiten kamen nun schon zum Teil erstaunte Anfragen, wie wir mit unseren Katzen in den Urlaub fahren... deshalb hier noch ein paar Worte dazu und vielleicht auch ein paar Tips.
Wir hatten die Beiden im letzten Jahr das erste Mal auf Tour dabei und sahen es als Test - wenns nicht geklappt haette, waeren wir wohl umgedreht oder haetten es zumindest kein 2. mal so geplant. Im Vorfeld gabs Gespraeche mit unserer Tieraerztin (muss ja eh wegen der Impfungen - Tollwut muss sein, aelter als 1 Monat aber nicht laenger als ein Jahr her), die uns bestaetigte, dass ein Aufenthalt in einer Pension od. die Abwesenheit ueber laengere Zeit von daheim fuer so an ihren Menschen gebundene Miezies wie unsere es sind, schaedlicher und stressiger waere, als der eintaegige Fahrttrubel). Also dachten wir, wir probierens.
Zunaechst einmal muss ich sagen, dass die Zwei absolute Indoor-Katzen sind. Sie sind also keinen Auslauf gewoehnt und haben deshalb kein Revier, dass sie vermissen und keinen Drang, nach draussen zu wollen, wenn wir am Ferienort sind. Dann ist es natuerlich ideal wie hier in DK, dass man kein Hotelzimmer sondern ein ganzes Haus zur Verfeugung hat. So achten wir immer darauf, dass das Haus eine "Schleuse" besitzt. Das heisst, man geht nicht direkt von draussen in die Raeume, wo dann auch die Katzen sind, man hat immer einen Flur, der Tueren hat, damit ist einfach mehr Sicherheit gegeben, dass nicht doch mal einer entwischt und sich dann hier verlaeuft - meine absolute Horrorvorstellung! Wenn ich Plakate am Kiosk sehe "Katze entlaufen" wirds mir immer ganz anders...
Gut ist es natuerlich, wenn es keinen Teppich gibt, aber das haben die meisten Haeuser, in denen Tiere erlaubt sind, eh nicht. Unsere Zwei sind was das Kratzen an Moebeln angeht eh recht friedlich, wir nehmen aber trotzdem immer ein bekanntes Kratzbrett mit - sicher ist sicher.
Ca drei Tage vor Abfahrt bekommen die zwei Bachs Notfalltropfen für Tiere (die sind alkoholfrei) ins Trinkwasser, am Abreisetag selbst dann immer mal wieder 5 Tropfen direkt - entweder möglichst stressfrei ins Mäulchen träufeln bzw auf die Pfoten (Innenseite ist ideal), von wo sie es dann selbst abputzen oder mal gucken, ob sie es von selbst von der Hand schlecken.
Fuer den Transport selbst haben wir eine recht grosse Box, genauer das Maximum, welches in den hinteren Bereich des Autos passt. Es ist eine Hundebox, Clipper 5 heisst sie. Boxen sind kein Problem fuer sie, wir stellen sie immer schon eine Woche vor Abreise ins Wohnzimmer, dann koennen sie schon mal drin spielen und rumschnueffeln. Im Vorfeld kann man auch ueben - Katzen in die Box, kurz zum Baecker fahren, Broetchen holen und wieder heim. Was man unterwegs nie machen sollte, ist die Katzen allein im Auto lassen. Den Korb während der Fahrt immer so abdecken, daß die Katzen nicht nach draußen sehen können - die "vorbeirasenden Häuser" und anderen Autos etc. sind extrem stressig für sie. Rastplaetze sind auch ziemlich nervig - da immer so abseits wie moeglich parken und eben getrennt aufs Klo etc.
Zu Beginn der letztjaehrigen Tour sass ich vorn als Beifahrer, die Miezies hinten, das ging nicht so gut, weil der Kleine permanent mauzte und ich mich nicht dauernd umdrehen konnte, weils mir dann schlecht wurde. Also bin ich mit auf den Ruecksitz, eng aber es ging... danach waren die Zwei ruhiger und haben das meiste der Fahrt verschlafen. Wir haben zwar Wasser dabei gehabt, aber waehrend der Fahrt haben sie nichts getrunken. Fressen sollten sie eh nicht, auch am morgen vor der Abreise bleiben sie nuechtern, weil es ihnen soll schnell schlecht werden kann, wenn sie das Autofahren nicht vertragen. Wir hatten auch ein unterwegs-Katzenklo griffbereit und dachten daran, sie waehrend unserer Pausen im Auto rumtapern zu lassen, aber das wollten sie gar nicht, sie blieben einfach in der Box. Ganz wichtig: keine Klimaanlage! Erkaeltungsgefahr! Desahlb sind wir diesemal ueber nacht gefahren, weils da kuehler ist. Fuer den Notfall wenns sehr warm ist, Handtuecher und Wasser bereithalten - die Katze darin einwickeln ist die Erste-Hilfe-Massnahme bei Hitzeschock.
Am Ziel angekommen, wird zuerst das Katzenklo aufgestellt und sie dann vor diesem aus der Box gelassen - dann wissen sie gleich, wo es ist. Hat bisher immer super geklappt... Und im Urlaub dann wichtig: einer bleibt immer am oder im Haus. Falls doch mal der Schornsteinfeger kommt etc. Wir haben uns ja hier mit meinen Eltern getroffen und teilen uns immer auf, mal fahren wir, mal sie in der Gegend herum...
Ich glaube, das wars "in Kuerze" ;) Wer noch was wissen mag... nur zu!

Jaeger und Sammler

Klitrosen direkt vorm Haus

Guten Morgen ihr Lieben,

Nachdem ich mich ja in den letzten Tagen schon ausgiebig als Sammler diverser Schaetze geoutet habe, kam heute bei unseren Maennern der Jagdinsinkt durch. Bereits gestern wurde die Jagd vorbereitet - man(n) kaufte Angeln. Heute frueh verabredete man(n) sich um kurz nach 5 in der Kueche zu einem kurzen Kaffee, um anschliessend der Gefahr ins verschlafene Auge zu blicken und wagemutig an einem Teichrand zu sitzen, um wiederum grosses Getier fuer die Versorgung der hungrigen Maeuler daheim (also uns, Mutti und mich) zu erbeuten... (dass Jaeger eins schon um kurz nach 3 gestiefelt und gespornt in der Kueche stand, dann seinen Irrtum bemerkte und nochmal ins Bett schluepfte, sei hier nur am Rand erwaehnt).

Waehrend man sich also "herumtrieb", schliefen wir hier gemuetlich aus, kuschelten mit den Katzen und fingen an, uns Sorgen zu machen... was wenn die Zwei nun wirklich was fingen? Wir empfanden es als recht unsinnig und unnoetig, Fische zu toeten, wo man doch an jeder Ecke frischen Fisch kaufen kann. Kurz, uns taten die Tiere jetzt schon leid...

Das Ende vom Lied: die Jaeger sind nun Meister im Auswerfen der Angeln und Koeder-Baden, hatten ne Menge Spass, aber keinen Fisch. Wir sind erleichtert und geniessen jetzt die Ruhe, denn beide Jaeger sind nach ihrer Heimkehr todmuede ins Bett gefallen... Jagen ist halt anstrengend, da koennen wir Sammler und Hueter des Herdfeuers wohl nicht mitreden? Oder ;)?!

Montag, 15. Juni 2009

Sommertop

Hurra, es ist fertig...
Und ich habe noch zwei Knaeuel Wolle ueber, da kommen wohl noch ein paar Armstulpen oder etwas anderes kleines bei raus... Obwohl das ein klein wenig aergerlich ist, haette ich das eher gewusst, dass ich nur so wenig Wolle benoetige, haette ich einen Farbton dunkler gewaehlt, aber von dem war nicht mehr genug im Laden :? Nun, egal, der ist auch schoen und absolut keine Notloesung.
Wer auch Lust drauf hat, hier die (wirklich einfache) Anleitung fuer Groesse S:
ich habe Wolle von Cedifra "Florida" genommen, ein 50% Baumwolle, Microfasergemisch, 50g, Ll 130m, benoetigt drei Knaeuel,
74 Maschen angeschlagen, ca 25cm glatt rechts hochgestrickt, dann fuer die Aermelausschnitte an beiden Seiten 4,3,2,1 Masche abnehmen, nochmal 6cm hochstricken, abstricken.
Ruecken- und Vorderteil werden identisch gearbeitet.
Dann an den oberen Ausschnittkanten 4 Reihen Muschelmuster(siehe Foto) haekeln. Fuer die Traeger an den Seiten nochmal ca 7 Reihen hochhaekeln. Ich hab uebrigens Nadelstaerke 5 genommen.
Teile zusammennaehen und dann an der unteren Kante in Runden den Musterstreifen haekeln.
Fertig.
Abbildung aus der Zeitschrift Landlust

Sonntag, 14. Juni 2009

Erdbeeren, Leuchtturm und Loppemarket

...so lecker begann der Tag...
:)

Auch heute Sonnenschein und auch der Wind hat bis auf ein normales Mass nachgelassen. Kurz: so kann es bleiben.
Wir haben einen Ausflug nach Norden unternommen, Ziel: Bovbjerg Leuchtturm. Ich hatte den in mehreren Flyern gesehen und fand ihn einfach schoen... und genau das war er dann auch. Etwas noerdlich von Fjaltring gelegen, schoen abseits vom (eigentlich ja gar nicht vorhandenen) Trubel mit einem herrlichen Ausblick ueber eine etwas steilere abfallenden Kueste. Am Steilhang eine Tafel: Hans Christian Andersen was here... okay, der also auch. Na, da sind wir ja in netter Gesellschaft. Immerhin war bzw ist "Das Maedchen mit den Schwefelhoelzern" immer eines meiner Lieblingsmaerchen (auch wenn es so traurig ist). Die Tafel lehrt weiterhin, dass Andersen 1859 auf Juetlandreise war, im Juni in Fjaltring im Pfarrhof zu Gast ist und mit der gesamten Gesellschaft, wie damals ueblich, auf Landpartie ging. So landete man in Bovbjerg, und waehrend die Damen zum Strand hinunterwanderten, sammelt Andersen Eindruecke fuer ein spaeteres Juetlandlied und notiert in seinen Tagebuechern: "Das Meer hat sich hineingefressen, so, wie man mit kraeftigen Zaehnen in ein Butterbrot beissen kann."
Der Leuchtturm selbst beherbergt ein kleines Cafe und eine Miniausstellung und man kann die knapp 100 Stufen hinauf kraxeln und den Rundblick geniessen...











Direkt vor der Leuchtturmanlage steht ein kleines Metallbaeumchen... eine sehr niedliche Plastik, auf der u.a. diese niedlichen Voegel sitzen und den Besucher begruessen.



Haha, dieses Schild spricht fuer sich, oder? Und, wer will wissen, ob ist was gekauft habe? ;)

Natuerlich habe ich. Zum einen dieses alte Stallfenster (Schatz: Braucht man das? Ich: natuerlich!), dann ein paar Kerzenhalter, einen Bilderrahmen, eine schoene Sossenterrine (fuer Blumendeko) und... da war ich sehr happy: einen recht alten ovalen Teller von Wedgwood!