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Sonntag, 3. Dezember 2017

Patenschaften


Vor einigen Wochen bin ich durch eine liebe Facebook-Bekannte auf einen kleinen deutschen Verein aufmerksam geworden, der Katzen aus Sibirien vermittelt bzw die dortigen Pflegestellen sehr aktiv und unglaublich bemüht unterstützt.
Was mich an den großen Organisationen und deren Spendenaufrufe immer etwas abschreckt, ist die Tatsache, dass die alle einen Riesenverwaltungsapparat betreiben und man eigentlich nie weiß, wo das Geld am Ende wirklich landet. Mag sein, dass ich denen Unrecht tue, aber der schale Beigeschmack bleibt. Insofern gefiel mir hier der direkte Kontakt und die sehr transparente Arbeit unter anderem über FB.
Die "Samtpfötchenhilfe" vermittelt nicht nur Tiere, sondern unterstützt die privaten Pflegestellen im fernen Sibirien mit den dort benötigten Finanz- und Sachspenden. Mein Respekt vor den Menschen, die dort selbst nicht im Luxus leben und sich so rührend um die Fellnasen kümmern.
Da es uns hier nicht möglich ist, zu unseren beiden sehr auf mich fixierten und furchtbar eifersüchtigen Norwegern noch weitere Tiere hinzu zu nehmen, kam eine Adoption von vornherein nicht in Frage. Da mir aber regelmäßig beim betrachten der Bilder aus Omsk die Tränen in die Augen kamen, fand ich die Option, eine Tierpatenschaft zu übernehmen, ganz ideal.
Der Verein bietet neben einmaligen Spenden auch die Möglichkeit mit monatlich selbst gewählten Beiträgen seine "Patenkatze" direkt zu unterstützen, jedes bißchen hilft und man ist dort und hier wirklich für jeden Euro dankbar...   
Langer Rede kurzer Sinn: und so habe ich heute morgen die wunderschöne Flaith in der Pflegestelle vom Lyudmila in Omsk  als Patenschaft übernommen.

Ich hoffe, dass die hübsche Dame bald in ein schönes Zuhause vermittelt werden kann und bis dahin geht es ihr bei Lyudmila sicher sehr gut.


Wer sich angesprochen fühlt, ist eingeladen, mal auf der Vereinsseite vorbei zu schauen:
*samtpfoetchen-hilfe*

Auch übrigens, wer jetzt sagt: was geht mich Sibirien an? ... Das städtische Tierheim vor Ort freut sich auch über Spenden.

Montag, 13. November 2017

der Herbst ist da

Der Herbst 1816 um es genau zu sagen.
Es wird kälter, eine Pelisse mußte her und ein neuer Hut natürlich auch.

Die Pelisse war schnell gemacht, da ich einen vorhandenen Spencer aus dem Sommer einfach mit einem Stoffrest verlängert habe.
Beim Hut hatte ich ja zunächst etwas ganz anderes im Sinn (wurde dann ein blaues Sommerhütchen... ich berichtete bereits), aber dann war es recht schnell klar, in welche Richtung ich wollte.

1814/1815

Gedanklich hatte ich diese Hutform schon einmal auf der to-do-Liste, hatte dann aber doch irgendwie Respekt vor der Umsetzung. Insofern war das jetzt eine gute Gelegenheit... Nochmal motivierend den Film "Bright Star" geschaut (den lieb´ich ja) ... da trägt Fanny ja in der Schlussszene ein ähnliches Modell ... und los gings. 
Grundlage ist der Schnitt von Lynn Mc Masters, ich habe allerdings die Krone erhöht bzw verlängert und den Schirm im Nackenbereich etwas verändert.
Auf Steifleinen mit gedrahteten Rändern aufgebaut, Außenbezug ist eine Art Baumwollvelours, innen feines graues Leinen, Acetatbänder und Straußenfedern.
Hatte ich bereits erwähnt, dass Hüte-bauen ne tolle Sache ist? Ehrlich, ich könnt´schon wieder...
Schade nur, dass die sich fertiggestellt dann immer so breit machen und jede Menge Platz beanspruchen.

Fotos heute nur schnell aus dem Garten... der nächste Regen klopft schon an.

  



(Emma, was meinst du... ist das Picknick-tauglich? Nicht zu gewagt fürs Land? Immerhin... in London trägt man das jetzt so. Liebste Grüße!)

Montag, 6. November 2017

Herbstball

Zurückgekehrt von einem wirklich schönen Barocken Herbstball auf Schloss Hohenprießnitz.


Ich hoffe noch auf Bilder von der Veranstaltung...    
deshalb vorerst nur eines vom Schlößchen.

11.11.2017
und wenigstens noch ein Bildchen nachgereicht...

aufgenommen von unserem Gastgeber, Monsieur von Sandberg




Samstag, 28. Oktober 2017

gut behütet

... da will man ein Winterhütchen bauen und was passiert? Die Sonne scheint ein paar Tage, es ist warm und heraus kommt..... eine Frühlingsschute.
Das Stoffresteverwerten hat dabei zwar hervorragend funktioniert. Einen Winterhut habe ich allerdings noch immer nicht.




Montag, 16. Oktober 2017

Burgtreswitz, Nachtrag

Anders als im letzten Jahr (Bericht hier: klick ) waren wir in dieses mal nur als Tagesgäste am Sonntag mit dabei...  quasi auf der Durchreise auf der Jagd zu Besuch beim Pfleger von Lichtenstern in Burgtreswitz.
Trotz des nur kurzen Aufenthaltes musste alles seine Richtigkeit haben und wir saßen zunächst in der Schreibstube, um unsere Papiere für Aufenthalt und Weiterreise ausgestellt zu bekommen... immer diese Bürokratie!
Aber dann war genug Zeit für nette Unterhaltung und die eine oder andere Tasse Tee und etwas Süsses dazu.











(Fotos von Stefan Winter, Kersten Kircher und mir)

Kapuzinerkresse

Hatte ich schon mal erwähnt, dass ich Kapuzinerkresse liebe? Leider hat es noch niemand geschafft (zumindest nicht mir bekannt), sie in weiß oder violett zu züchten, so dass ich ihre Farbe leider eher zähneknirschend hinnehmen muss und sie im Garten immer etwas separiere. Die Sorte "black velvet" ist eine schöne, dunklere Ausnahme, aber die habe ich diesmal nicht bekommen.

Wie auch immer... schmecken tun sie alle und nachdem in den letzten zwei bis drei Wochen alle Pflanzen hier nochmal ordentlich durchgestartet sind, habe ich heute eine Handvoll unreifer Samenkapseln gesammelt, aus denen ich falsche Kapern machen möchte.

Dazu werden die grünen Kapseln jetzt erst einmal für eine Woche in Salz im Kühlschrank entwässert, anschließend abgespült und dann mit gewürztem Essigsud überbrüht und 2-3 Wochen ziehen gelassen.


Die Blätter können neben frisch in Salaten auch zu Pesto verarbeitet werden, getrocknete reife Samenkapseln werden als Pfefferersatz gemahlen.

Dienstag, 3. Oktober 2017

neues Jagdkleid



Rechtzeitig zur Zeitreise in Treswitz 
(davon Bilder in ein paar Tagen - ich habe keine eigenen gemacht und warte auf die der anderen)
ist das neue Jagdensemble fürs 18te Jh fertig geworden. "Rechtzeitig" bedeutet in diesem Falle, dass ich einen Tag vor Abreise die Goldtresse in der Post hatte und dann ca 10 Std Meter um Meter aufgenäht habe...
Aber: das Ergebnis ist die Mühe wert, ich habe nicht gefroren und bequem ist es auch.

Jagdensemble heißt: ein neues Hemd aus weißer Baumwolle mit Manschettenärmeln und zum Jagdthema passenden Manschettenknöpfen. Eine rote Weste aus Wolle, grüner Rock und grüne Jacke mit roten Details, gewickelte Knöpfe.

Für ein paar schöne Bilder sind wir dann heut noch mal schnell in den Wald gefahren  
(bevor jmd wieder besonders schlaue Bemerkungen bezüglich der Rechtslage anstrengen möchte: mein Mann ist Jäger, alles legal. Hier ballert also niemand dumm im Wald rum!)
und wie der Zufall es wollte, war dort auch ein Jagdkollege mit Familie seinem Hund unterwegs, den wir uns dann mal schnell für die Bilder ausleihen durften. 
(Dank an Euch und besonders an Max ... sorry an die Fellnase, dass es nichts zum suchen und holen gab!)





und ein Küßchen gabs auch:


Donnerstag, 28. September 2017

Mittwoch, 6. September 2017

bemalte Herrenweste

Bereits im Juli von der Nadel bzw vom Pinsel gehüpft ist diese bemalte Herrenweste aus cremefarbener Seide mit selbstgewickelten Knöpfen.
Das Motiv folgt in seiner Anlage einem Original aus der zweiten Hälfte des 18.Jhs, allerdings ist es im Original bestickt.

Gab es bemalte Westen? Ganz ehrlich, ich kenne keine. Leider. Aber es gab bemalte Seiden. Es gibt diverse Stücke bei Damenbekleidung, außerdem kenne ich eine bemalte Hausmütze für den Herren.
Eindruck und Optik des Ergebnisses rechtfertigen aber diesen Versuch, wie ich finde. Und ein wenig geht es hier auch um eine Verhältnismäßigkeit beim Aufwand, der auch so schon mit ca 50 Arbeitsstunden hoch genug war.
Dennoch war es ein Projekt, welches mir nicht nur extrem am Herzen lag, sondern welches mir auch extrem viel Freude beim Herstellen bereitet hat.

Ich hoffe, dem zukünftigen Träger gefällt sie auch.





Montag, 4. September 2017

Kutschengala Schleißheim

Nach einem gut gewässerten Fulda ist auch die diesjährige Kutschengala in Schleißheim gestern mehr oder weniger ins Wasser gefallen.
Dennoch haben wir es uns im kleinen aber feinen Kreise unter einem Zeltdach zum Picknick gemütlich gemacht und der eine oder andere Spaziergang im Trockenen fand auch statt.
Geplant war ein etwas größeres Jagdlager... aber wie gesagt: Regen.

Und nachdem ich vor zwei Wochen einen Wollstoff in einer tollen Farbstellung gefunden habe, gabs auch noch auf die Schnelle ein komplettes neues Outfit, diesmal was fürs spätere 18te: Redingote in bordeaux mit gewickelten Knöpfen, der Rock war vorhanden, unter dem Redingote ein neues Hemd mit Rüschen und fürs späte 18te viel Hut als Accessoire.
Ich finde, ich habe den Look im Großen und Ganzen recht gut getroffen. Vor allem der Hut hat wieder mal sehr viel Spaß gemacht ...









Samstag, 19. August 2017

Fotonachtrag Fulda

Hier noch ein kleiner fotografischer Nachtrag vom Freitag. Wir trafen uns mit Grozdan Milovic, einem Fotografen aus Fulda, der ein paar sehr schöne Aufnahmen trotz widriger Wetterumstände von uns gemacht hat. 
(Aber glaubt mir, das 'open air - Outfitwechseln' bei Nieselregen war auch nicht sooo toll.)

Nochmal auch an dieser Stelle herzlichen Dank an Grozdan!











Freitag, 18. August 2017

Zeitreise Fulda 2017



Das waren sie also, die Wasserspiele 2017 von Eichenzell.
Ein Wochenende mit wenig (Inter)Aktion, viel viel Regen und aufgeweichtem Gelände.
Ein wenig ist es gefühlt so, als hätte es gar nicht stattgefunden,
wäre da nicht der verkrustete Matsch an den Schuhen ;)

Dennoch, wir haben das Beste daraus gemacht und so mit etwas Abstand betrachtet, hat dieses Mal das Zeug zum Running gag ... "Weißt du noch, 2017, als wir in Fulda beinahe weggeschwemmt worden sind...?"
Spätestens im nächsten Jahr, wenn wir vielleicht wieder bei 40°C braten ... 

Ich warte noch auf eine Foto CD, dann gibts noch ein wenig mehr zum gucken.